SORGE UM GESUNDHEIT

Zitter-Partie um Merkel bewegt Leser

Die Schwächeattacken der Bundeskanzlerin sorgen auch in ihrer Heimat Uckermark für Diskussionen. Die Meinungen gehen auseinander.
Claudia Marsal Claudia Marsal
Sitzend – so scheint es der Bundeskanzlerin aktuell am besten zu gehen.
Sitzend – so scheint es der Bundeskanzlerin aktuell am besten zu gehen. dpa
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Prenzlau.

Soll sie sich eine Ruhepause gönnen oder weiter durchziehen? Das ist nach den wiederholten Zitterattacken der Bundeskanzlerin, der Uckermark Kurier berichtete, auch in der Region ein großes Thema. Beim Bäcker, in der Arztpraxis und im Lokal – überall wird über den Gesundheitszustand von Angela Merkel philosophiert. Die Frage, ob das mediale Interesse daran gerechtfertigt ist, spaltet allerdings in zwei Lager.

Unverständnis über die Medienberichterstattung

Dieter Frey aus Milmersdorf beispielsweise kann die Aufregung um die Kanzlerin überhaupt nicht nachvollziehen: „Das ist eine Sache, die von den Medien viel zu sehr in der Vordergrund gespielt wird.“, Der Rentner glaubt nicht, dass Angela Merkel in ihrem Amt beeinträchtigt ist. Andere Kanzler vor ihr, wie zum Beispiel Helmut Kohl oder Helmut Schmidt, hätten auch gesundheitliche Probleme gehabt, führt er als Argument ins Feld. Und dennoch hätten sie ihre Amtszeiten ordentlich über die Bühne gebracht. Das traut er auch Angela Merkel zu. „Es tut mir leid, dass sich die Kanzlerin jetzt auch noch mit diesem Thema befassen muss.“ Er findet es nicht richtig, dass sie nun auf Schritt und Tritt von den Medien neugierig beäugt wird. Es gebe doch wirklich andere Probleme auf nationaler und internationaler Ebene.

Vertrauen in die Gesundheit der Kanzlerin

Mandy Rinke aus Templin argumentiert ähnlich: „Ich denke, über ihren Pressesprecher hätte es schon längst eine Mitteilung gegeben, wenn die Kanzlerin gesundheitlich eingeschränkt wäre.“ Dass die Politikerin zugunsten ihres Amtes Signale ihres Körpers vernachlässigt, kann sich die Uckermärkerin nicht vorstellen. „So viel sollte der Kanzlerin ihre Gesundheit schon wert sein.“

Falsch verstandenes Pflichtbewusstsein?

Ulli Schlemm hingegen führt Angela Merkels Durchhalten auf falsch verstandenes Pflichtbewusstsein zurück, „das man nicht ablegt, weil es anerzogen ist. Wie sagte meine Mutti oft, wenn ich als Kind Migräne hatte: ‚Komm, bis 13 Uhr schaffst du die Schule, gestorben wird später!‘ Und so gehe ich bis heute auch mit dem ‚Kopf unter dem Arm‘ zur Arbeit. Und wenn ich ehrlich bin, erziehe ich mein Kind genauso. Er muss auch immer zur Schule. Und da ich täglich mit Menschen zu tun habe, die keine Lust, kein Durchhaltevermögen und immer Ausreden haben, um nicht arbeiten zu müssen, ist für mich mein Anspruch, immer einsatzbereit zu sein, noch größer geworden. Ich bin zweimal am offenen Herzen operiert worden und habe trotzdem immer wieder meine berufliche Zukunft geplant. Ich kenne aber Menschen, die nach so schwerwiegenden Erkrankungen in Rente gegangen sind. Ich kann sie auch verstehen.“

Großes Vertrauen in die Richtigkeit der Entscheidung

Lisa Gest fragt: „Kann sie nicht einfach machen, was sie möchte? Es ist doch ihr Körper. Also wenn sie arbeitet, bis sie umkippt, oder sich demnächst eine Auszeit nimmt wegen ihrer Gesundheit – einfach machen lassen. Sie ist schließlich erwachsen.“ Franziska Czepulowski hält die Kanzlerin weiterhin für einsatzbereit. Das Zittern sei vermutlich psychisch bedingt, glaubt die junge Frau. „Aber sie ist doch dennoch aufnahmebereit. Sie ist auch nur ein Mensch, und wenn sie möchte, dass sie so weiter macht, dann ist das eben so.“ Gabriele Zober findet es ebenfalls schlimm, dass die Zitterattacken in der Öffentlichkeit so breit getreten werden: „Wäre es richtig schlimm, dann hätte ihr Arzt doch bestimmt schon reagiert, oder?“

Abweichende Position in der Minderheit

Manfred Galow meint es nicht böse, wenn er sagt, dass jeder normale Arbeiter doch auch nicht mehr tragbar wäre, wenn solche Anfälle auftreten. Aber mit dieser Meinung scheint er in der Minderheit zu sein...

 

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Kommentare (2)

Repräsentation Deutschlands - oder ganz hart ausgedrückt - D Status in der int. Weltöffentlichkeit - bitte ändert diesen Zustand, das hat dieses Land, das dt. Volk nicht verdient - sie wird nie eine Heilige sein

Meiner Meinung nach hat diese Frau unserem Land genug geschadet und sollte spätestens jetzt, wo sie offensichtlich gesundheitlich angeschlagen ist, von all ihren Ämtern zurücktreten.
Wenn sie ehrlich zu sich selbst gewesen wäre, hätte sie bereits 2015 zurücktreten müssen, weil sie per ordre de Mutti einen der größten Fehler in der deutschen Geschichte gemacht hat und unkontrolliert Millionen Menschen ins Land gelassen hat.
Aber um diesen Fehler, der Deutschland viele Milliarden gekostet hat und noch kosten wird, einzugestehen fehlt ihr das nötige Rückgrat.