Schorfheidebahn
Zugkräftiges Lockangebot in die Uckermark

Die Schorfheidebahn muss auf lange Sicht 300 Fahrgäste pro Tag nachweisen können, um auch längerfristig Bestand zu haben.
Die Schorfheidebahn muss auf lange Sicht 300 Fahrgäste pro Tag nachweisen können, um auch längerfristig Bestand zu haben.
Sigrid Werner

Seit Dezember 2018 fährt der RB 63 zwischen Templin und Eberswalde. Die geforderten Fahrgastzahlen auf die Strecke zu bekommen, ist kein Selbstläufer.

Auf durchschnittlich rund 200 Fahrgäste pro Tag kommt nach Informationen des Templiner Bürgermeisters derzeit die neue Schorfheidebahn der Regionalbahnlinie 63. Damit sind täglich schon etwas doppelte so viele Menschen in den Zügen unterwegs, wie nach der Startphase im Dezember. Doch damit die Linie nach einer Probezeit von drei Jahren Bestand hat, muss die Fahrgastzahl auf 300 am Tag ansteigen.

Naturschönheiten im Blick

Jetzt wollen die Projektpartner von Niederbarnimer Eisenbahn (NEB), Uckermärkischer Verkehrsgesellschaft, Anrainerkommunen und Tourismusverbänden die neue Tourismussaison mit Aktionen vorbereiten, um noch mehr Fahrgäste in den Zug zu locken. So startet zum Frühlingsauftakt der 20. NEB-Wanderexpress nicht in Berlin, sondern in Eberswalde. Vier geführte Wanderungen mit Start und Ziel an einem RB 63-Haltepunkt sind geplant. Auch zu Ferienbeginn im Juni wollen Touristiker mit besonderen Aktionen entlang der Strecke Fahrgäste auf die Bahn und in die Region locken.

Fahrpläne angepasst

Die NEB hat inzwischen auf erste Kundenkritiken reagiert, sammelt Kundenwünsche und will in der dreijährigen Probephase die Fahrpläne optimieren und noch besser an die konkreten Bedürfnisse der Nutzer anpassen. So fährt ab 17. Februar 2019 künftig sonnabends wie sonntags der erste Zug des RB 63 von Templin um 9 Uhr, der letzte Zug in Richtung Eberswalde um 18.38 Uhr ab.