Studie

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Fähre von Ueckermünde nach Usedom würde Millionen kosten

Der Industriehafen Berndshof: Hier könnten die Fähren nach Usedom ablegen.
Der Industriehafen Berndshof: Hier könnten die Fähren nach Usedom ablegen.
Lutz Storbeck

Nur zwei Straßen führen vom deutschen Festland auf die Insel Usedom – und Autofahrer stehen dort regelmäßig im Stau. Deshalb wird nach Alternativen gesucht.

Eine neue elektrische Autofähre zwischen Ueckermünde und dem Süden der Insel Usedom könnte in fünf bis acht Jahren fahren und würde rund 50 Millionen Euro kosten. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Harald Arndt als Entwicklungsleiter der  Firma Neptun Ship Design GmbH (Rostock) am Montag in Ueckermünde (Vorpommern-Greifswald) vorstellte. Die Fährverbindung müsse mit Blick auf die aktuellen Klimaziele vor allem energiesparend sein.

Drei aus Stahl und Aluminium gebaute Doppelendfähren, die beidseitig befahren werden können, sollen 210 Passagiere und rund 275.000 Autos im Jahr befördern können. Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) sprach von einem "Leuchtturm-Projekt" für Vorpommern.

Von Ueckermünde nach Usedom

Vom Seebad Ueckermünde, dem touristischen Zentrum am Stettiner Haff, sind es 16 Schiffskilometer bis nach Usedom. Bisher legen in Ueckermünde nur Schiffe für Wanderer, Radfahrer und andere Ausflügler nach Usedom ab. Auf Ueckermünder Seite könnten die Benutzer einer Autofähre in Berndshof, östlich von Ueckermünde anlegen. Auf Usedom sollte ein geeigneter Anlegeplatz mit guter Straßenverbindung gesucht werden.

Eine Entlastung gilt für Usedom als dringend nötig, auch weil Polen in Swinemünde einen Tunnel unter der Swine baut und damit bald über eine feste Straße zum polnischen Festland verfügt. Bisher gibt es nur zwei Straßen vom deutschen Festland nach Usedom, auf denen Besucher regelmäßig in Staus stehen.