Zur 170. Mahnwache in Ferdinandshof durfte auch der Osterhase nicht fehlen.
Zur 170. Mahnwache in Ferdinandshof durfte auch der Osterhase nicht fehlen. Eckhard Kruse
Windkraftgegner

170. Mahnwache gegen Windräder mit dem Osterhasen

Die Ferdinandshofer halten eisern durch. An jedem Sonnabend protestierten sie gegen die Windkraftpläne in der Nähe des Ortes. Nun schon zum 170. Mal.
Ferdinandshof

Was hat der Osterhase nur bei einer Mahnwache von Windkraftgegnern in Ferndinandshof in seinem Körbchen? Kleine Windräder – vielleicht mit einem roten Kreuz versehen – waren aus auf jeden Fall nicht, versicherte Jens Funk, der sich am Sonnabend Mahnwache als Hase verkleidet hatte. Es waren ganz normale Ostereier. Für der Erwachsenen hatte er auch einen kleinen Schnaps dabei.

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Am Ostersonnabend fanden sich die Windkraftgegner nun schon zur 170. Mahnwache an der Bundesstraße in Ferndinandshof zusammen. 38 Anwohner beteiligten sich, berichtete Thea Funk von der Bürgerinitiative „Freie Friedländer Wiese”. Sie möchten verhindern, dass zwischen Altwigshagen und Ferdinandshof 12 Windräder sowie zwischen Ferdinandshof und Torgelow sieben Anlagen gebaut werden, so Jens Funk. Sie sehen eine Naturzerstörung und keine Speichermöglichkeiten für den überschüssigen Strom.

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Deswegen versammeln sie sich jeden Sonnabend in der Nähe der Tankstelle. „Unsere Mahnwache ist schon zu einem Treffpunkt im Dorf geworden, wo man sich austauschen kann”, sagte er. Viele Leute würden auch immer wieder kommen, weil sie noch wahrnehmen, was die Natur hier noch alles zu bieten hat.

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