Noch befindet sich der Hort in Ferdinandshof in den Kellerräumen der DRK-Kita „Am Storchennest“.
Noch befindet sich der Hort in Ferdinandshof in den Kellerräumen der DRK-Kita „Am Storchennest“. NK-Archiv
Das neue Hortgebäude in Ferdinandshof soll auf dem Gelände der Grundschule entstehen.
Das neue Hortgebäude in Ferdinandshof soll auf dem Gelände der Grundschule entstehen. Christian Johner
Wichtige Bauprojekte

1,8 Millionen Euro für neuen Hort in Ferdinandshof

Wenn alles nach Plan läuft, dann soll in Ferdinandshof 2022 der Bau des neuen Hortes beginnen. Dazu gibt es noch weitere wichtige Bau-Projekte – eine Übersicht.
Ferdinandshof

Ob der Neubau des Hortes auf dem Gelände der Grundschule, der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Aschersleben oder der Ausbau der Straße Steinkamp in der Nähe des Sportplatzes – in der Großgemeinde Ferdinandshof stehen mehrere Bauvorhaben in den Startlöchern. Wenn es nach Bürgermeister Gerd Hamm geht, dann sollen alle drei Projekte 2022 umgesetzt oder zumindest begonnen werden. Noch jedenfalls laufen dazu die Vorbereitungen.

Dass der Neubau des Hortgebäudes kein Schnäppchen werden würde, stand fest. Im Laufe der Planungsleistungen habe sich eine Bausumme von 1,8 Millionen Euro ergeben, sagte Hamm während der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Ferdinandshof will und muss ein Hortgebäude errichten, weil die Kinder zurzeit noch in den Kellerräumen der DRK-Kita „Am Storchennest“ in der Straße des Friedens untergebracht sind.

Die Rahmenbedingungen sind damit alles andere als gut. Zudem müssen die Lütten von der Schule bis zum Hort fast einen Kilometer zurücklegen. „Wir wollen dem Rechtsanspruch auf einen Hortplatz ab 2025 gerecht werden“, sagte Hamm, dessen Ziel es ist, zu Beginn des kommenden Jahres die Baugenehmigung zu erhalten.

Mehr lesen: ▶ Haus in Ferdinandshof komplett abgebrannt

Auch mit der Straße soll es 2022 losgehen

Wie mit dem Hortneubau soll es auch mit dem Ausbau der Gemeindestraße im Ortsteil Aschersleben 2022 so richtig losgehen. Etwa 960 Meter des Straßenabschnittes, der saniert werden soll, gehören der Gemeinde. 130 Meter sind Kreisstraße. Für den gemeindlichen Anteil der Straße habe man einen Förderantrag über das Förderprogramm ILERL M-V gestellt, teilte Gerd Hamm mit und fügte hinzu: „Wegen des kreislichen Anteils befinden wir uns in Diskussionen über eine Vereinbarung mit dem Landkreis.“

Für die Straße Steinkamp habe die Gemeinde den grundhaften Ausbau beim Straßenbauamt Neustrelitz über das Förderprogramm der Kommunalen Straßenbaurichtlinie in Mecklenburg-Vorpommern angemeldet, informierte Hamm. Es sei in Aussicht gestellt worden, dass der Ausbau 2022 beginnen kann, so der Bürgermeister weiter.

Vorsorge gegen Biberschäden

Währenddessen haben die sogenannten Biberpräventionsmaßnahmen am Kalkloch, einem See vor den Toren Ferdinandshofs, Mitte November begonnen. Der Biber hat dort in der Vergangenheit großen Schaden angerichtet – es kam zu Wasserverlusten und einer Absenkung des Wasserspiegels. Dadurch ist sogar der Fischbestand in dem See gefährdet gewesen.

Außerdem sind dem Angelverein Ferdinandshof Aufstellflächen durch die Biberschäden verloren gegangen. Und auch die Orchideenwiese als gesetzlich geschütztes Biotop wird durch den gefallenen Wasserspiegel negativ beeinflusst. Um des Biberproblems Herr zu werden, sind Kosten in Höhe von 174.000 Euro fällig, wobei es eine 100-prozentige Förderung für die Gemeinde gibt.

Die Sanierung des Bühnenanbaus auf dem Festplatz in Ferdinandshof ist nahezu fertiggestellt. Nur auf die Zustimmung durch die Untere Denkmalschutzbehörde für die Trink- und Schmutzwasseranschlüsse musste die Gemeinde etwas länger warten. „Diese Zustimmung ist erforderlich gewesen, weil sich das gesamte Domänengelände auf der Liste der Baudenkmäler befindet“, so Gerd Hamm. Die Gesamtkosten für den Bühnenanbau belaufen sich auf circa 105.000 Euro. Mehr als 73.000 Euro flossen nach der Richtlinie für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (ILERL M-V) in die Sanierung.

Mehr lesen: Nach Anschlag auf Sparkassen-Filiale in Ferdinandshof ermittelt das LKA

zur Homepage