Kahlschlag

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Aldi schließt Filialen in Torgelow und Strasburg

Die Aldi-Nord-Filiale in der Torgelower Ukranenstraße steht schon länger zur Disposition. Kunden und Mitarbeiter sind noch nicht über die Schließung informiert worden.
Die Aldi-Nord-Filiale in der Torgelower Ukranenstraße steht schon länger zur Disposition. Kunden und Mitarbeiter sind noch nicht über die Schließung informiert worden.
Holger Schacht

Für Kunden und Mitarbeiter dürfte die Nachricht ein Schock sein: Aldi Nord schließt seine Filialen in Torgelow und Strasburg. Ein neuer Mieter für die Immobilien steht bereits fest.

In Torgelow und Strasburg schließen die Filialen von Aldi Nord. Der Discounter-Riese schwächelt beim Umsatz, während seine Wettbewerber kräftig zulegen. Als Mieter einziehen in die Immobilien wird der Sonderpreis Baumarkt, der bereits eine ihrer Filialen in Dargun hat. Betrieben wird die von Michael Degen, der sagt: „Die Verträge mit Aldi sind unter Dach und Fach. In Torgelow darf unser Ladengestaltungsteam ab 8. Januar nächsten Jahres rein. Neu eröffnen wollen wir dort Anfang Februar. In Strasburg werden wir Mitte bis Ende Februar 2019 fertig.“ In der Torgelower Aldi-Filiale kursierten schon lange Schließungsgerüchte, aber ein konkretes Datum kannten die Mitarbeiter noch nicht.

Sprecherin: Beide Märkte bleiben vorerst geöffnet

Aldi-Nord-Sprecherin Verena Lissek wollte die Filialschließungen auf Nordkurier-Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Sie teilte mit: „Unser Anliegen ist es, unsere mehr als 2300 Filialen in Deutschland an veränderte Kundenbedürfnisse anzupassen und unser Angebot zeitgemäß zu präsentieren. Im Zuge dessen prüfen wir jeden unserer Märkte sehr genau. Die Türen unserer beiden Märkte in Torgelow und Strasburg bleiben vorerst wie gewohnt für unsere Kundinnen und Kunden geöffnet.“

Bundesweit 44 Märkte machte Aldi Nord im ersten Halbjahr 2018 dicht. Beim Umsatz schwächelt der Riese, verlor in diesem Zeitraum laut Marktforschungsunternehmen GfK 0,2 Prozent gegenüber der ersten Jahreshälfte 2017. Erzrivale Lidl dagegen verbuchte ein Umsatzplus von 6,8 Prozent, Rewe legte 6,7 Prozent zu, Edeka schaffte 5,1 Prozent mehr, Kaufland 3,9 Prozent und Aldi Süd 3,3 Prozent.

Dass es bei Aldi Nord im Moment nicht gerade gut läuft, spielt Anbietern wie der Franchise-Kette Sonderpreis Baumarkt (bundesweit 242 Filialen) in die Hände. Das Unternehmen sucht Immobilien in der Größe der Aldi-Märkte, die in der Regel über 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche verfügen. Sonderpreis Baumarkt Geschäftsführer Franz Fischer: „Wir wollen gar nicht das komplette Sortiment eines Baumarktes anbieten, sondern haben uns darauf spezialisiert, hauptsächlich Verbrauchsartikel zu verkaufen.“