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Allerletzte Chance für Ueckermündes Strandlinie

Sollte sich die Auslastung der Buslinie zum Strand nicht verbessern, droht ihr das Aus. Stadt und Verkehrsgesellschaft geben eine zweite und letzte Chance.
Christian Johner Christian Johner
Auch in diesem Sommer soll es wieder regelmäßig Busverbindungen zwischen der Ueckermünder Innenstadt und dem Strand geben.
Auch in diesem Sommer soll es wieder regelmäßig Busverbindungen zwischen der Ueckermünder Innenstadt und dem Strand geben.
Ueckermünde.

Zumindest in der Theorie ist es sicher kein schlechtes Angebot: die Busverbindung zwischen der Ueckermünder Innenstadt und dem Strand. Doch die Praxis sieht ein wenig anders aus. Die Testphase im vergangenen Sommer ging voll in die Hose. „Leider wurde das Angebot im letzten Jahr nicht sehr gut genutzt. Die Refinanzierung der Linie durch den Fahrpreis betrug nicht einmal zehn Prozent“, sagt Ueckermündes Kämmerer Joachim Trikojat. Der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald (VVG) zufolge handelt es sich um ein Minus im vierstelligen Bereich.

Noch allerdings will die Stadt Ueckermünde nicht aufgeben. „Wir geben der Linie noch eine Chance“, sagt Trikojat. Zusammen mit der VVG hat sich die Stadt darauf geeinigt, die Strandlinie auch in diesem Jahr anzubieten. Im Sommerfahrplan vom2. Mai bis zum 30. September fahren dann wieder regelmäßig Busse von der Innenstadt zum Strand und in die andere Richtung. Doch die zweite wird auch wohl die letzte Chance bleiben: „Sollte wieder ein so erhebliches Defizit entstehen, dann müssen wir sagen, dass es das war“, sagt Joachim Trikojat.

Abfahrtszeiten optimiert

Für das Defizit im vergangenen Jahr musste die Stadt Ueckermünde nicht aufkommen, 2019 würde sich das ändern. „Wir würden uns die Kosten zur Hälfte mit dem Landkreis teilen. Maximal allerdings würden wir uns mit 5000 Euro daran beteiligen“, sagt Trikojat.

Doch was spricht überhaupt dafür, dass das Angebot im zweiten Jahr besser funktionieren sollte als im ersten Jahr? Zunächst einmal wurden die Abfahrtszeiten ein wenig optimiert: „Es waren nicht alle Linien auf die Bedürfnisse ausgerichtet. Es gab im vergangenen Jahr Fahrzeiten, die außerhalb der Bedürfnisse lagen“, sagt Trikojat. Zudem will die Stadt mehr Werbung machen. An den Fahrpreisen indes wird sich nach Angaben der VVG nichts ändern.

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