Die Schüler der Haff-Grundschule erhalten im September Schwimmunterricht in der Schwimmhalle Eggesin-Karpin.
Die Schüler der Haff-Grundschule erhalten im September Schwimmunterricht in der Schwimmhalle Eggesin-Karpin. Barbara Möller, Christian Charisius, NK-Montage
Stadtvertreter Martin Kühnl-Mossner (Bündnis für Ueckermünde)setzt sich dafür ein, dass Kinder so fr&
Stadtvertreter Martin Kühnl-Mossner (Bündnis für Ueckermünde)setzt sich dafür ein, dass Kinder so früh wie möglich schwimmen lernen. NK-Archiv
Schwimmkurse

Am Haff sollen schon die Kita-Kinder schwimmen lernen

Für die Ueckermünder Grundschüler geht es im September zum Schwimmunterricht. Die Sechstklässler bekommen Nachhol-Unterricht. Einem Stadtvertreter reicht das aber nicht.
Ueckermünde

In der jüngsten Ueckermünder Stadtvertretung hat Martin Kühnl-Mossner (Bündnis für Ueckermünde) seinen Antrag zwar erst einmal zurückgezogen. Er will aber nicht locker lassen und weiter darauf dringen, dass die Stadt einen Schwimmbus für Kita-Kinder zur Verfügung stellt. Denn er würde sich wünschen, dass die Vorschul-Kinder sich schon an das Wasser gewöhnen und einige von ihnen auch gleich das Schwimmen erlernen können. „Es geht mir darum, die Attraktivität der Stadt zu stärken und etwas für die Kinder der Region zu tun“, erläuterte Kühnl-Mossner. In den vergangenen Wochen habe er aber kaum Zeit gehabt, sich weiter darum zu kümmern. Der Stadtvertreter half mit seinen Russisch-Kenntnissen vielen geflüchteten Ukrainern.

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Schwimmunterricht über Förderprogramm

Die rund 65 Kinder der Haff-Grundschule fahren in diesem Jahr in die Schwimmhalle in Karpin. Für die Klassen 4a und 4b ist der Unterricht vom 12. bis zum 15. September sowie vom 18. und 20. September eingeplant, so Bürgermeister Jürgen Kliewe. Die Klasse 4c werde am 21. und 22. September sowie vom 26. bis 29. September in dieser Halle schwimmen lernen. Für die 86 Schüler aus den 6. Klassen der Regionalen Schule solle der Schwimmunterricht im Juni innerhalb einer Woche durchgeführt werden. Die Regionalschüler fahren dazu ins Torgelower Heidebad. Das solle über ein Förderprogramm des Landes Mecklenburg-Vorpommern ermöglicht werden. Es sei laut Kliewe aufgelegt worden, um den ausgefallenen Schwimmunterricht aus der Corona-Zeit nachzuholen.

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Bürgermeister hält nichts von der Idee

Von Kühnl-Mossners Antrag ist der Bürgermeister nicht überzeugt. „Ich finde, dass der Schwimmunterricht in der Schule gut aufgehoben ist“, sagte er. Kitas könnten sich gern an den Landkreis Vorpommern-Greifswald wenden, wenn der Schwimmunterricht zu den angebotenen Leistungen gehören soll. Die Stadt gebe im Jahr aber schon rund eine Million Euro für die fünf Kitas aus. Diese Summe würde sich dann noch erhöhen. Anders als im Stadtvertreterantrag geschrieben, habe die Stadt nie einen Bus für Kitas zur Verfügung gestellt. Man habe auch keinen Schwimmunterricht bezahlt.

Dem widersprach Kühnl-Mossner. Für die Kita „Storchennest“ habe die Stadt vor dem Jahr 2006, als die Stadt noch Träger war, Busse für die Fahrt zum Schwimmunterricht bezahlt. Die DRK-Kita „Stadtmitte“ habe laut einem Nordkurier-Artikel aus dem Jahr 2019 von ihrem Patenunternehmen, der Ueckermünder Wohnungsbaugesellschaft, Zuschüsse zwischen 70 und 250 Euro für Fahrten erhalten, bei denen es unter anderem zum Schwimmunterricht ging. Solche Fahrten sollte es für alle Kita-Kinder geben, meinte Kühnl-Mossner. Denn die UWG sei eine 100-prozentige Tochter der Stadt, die nur eine Kita hierbei sponsert. Am Ende gehe es für die Stadt um eine Summe von 3.000 bis 4.000 Euro im Jahr. Das würde die Kita-Kosten nicht so stark in die Höhe treiben.

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