FLIEGERBOMBE

Stettiner Haff am Sonntag gesperrt

Am Sonntag gibt es erneut erhebliche Einschränkungen im Stettiner Haff, wenn auf polnischer Haffseite eine Fliegerbombe entschärft wird. Für Boote, Surfer, Angler und Fischer ist das Haff dann tabu.
Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg soll im Stettiner Haff geborgen werden.
Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg soll im Stettiner Haff geborgen werden. NK-Archiv
Altwarp.

Wegen der Bergung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird das Stettiner Haff am Sonntag erneut für mehrere Stunden gesperrt sein. Davon betroffen sind nach Angaben des Landkreises die Schifffahrt, Surfer, Fischer, Angler und Schwimmer. Experten auf polnischer Seite wollen die Fliegerbombe räumen.

„Der Beginn der aufwendigen Aktion ist für 6.30 Uhr angesetzt. Geplant ist, das Kampfmittel auf ein Schiff der polnischen Marine zu verladen und diese dann via Kaiserfahrt zu einem Übungsgebiet der polnischen Marine in die Ostsee zu bringen. Dort soll das Kampfmittel kontrolliert gesprengt werden”, sagt Anke Radlof, die im Landkreis Vorpommern-Greifswald für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Wasserschutzpolizei wird das Haff weiträumig sperren

Das Einsatzgebiet liegt wieder am Ausgang des Kaiserkanals am Südende der Insel Usedom und nördlich der deutschen Gemeinde Altwarp und der polnischen Stadt Nowe Warpno. „Der Landkreis Vorpommern-Greifswald weist Wassersportler eindringlich daraufhin, sich in dieser Zeit von diesem Bereich des Stettiner Haffs fernzuhalten. Während der Bergung der Kampfmittel wird das betroffene Gebiet auf deutscher Seite weiträumig von den Einsatzkräften der Wasserschutzpolizei und den örtlichen Ordnungsbehörden abgesichert”, sagt Anke Radlof.

Bereits in den vergangenen Wochen wurden im gleichen Gebiet des Stettiner Haffs mehrere Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich geborgen (der Nordkurier berichtete).

Die Leitstelle des Landkreises Vorpommern-Greifswald wird über die Warn-App „Notfall-Informations- und Nachrichten-App“, kurz NINA genannt, die Bevölkerung der betroffenen Gebiete informieren. Die App NINA ist ein vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe eingerichteter Informations-Kanal, mit dessen Hilfe Menschen über Gefahren informiert werden können. Gleichzeitig können hier konkrete Verhaltenshinweise gegeben werden. Alle Bürgerinnen und Bürger können den Informationskanal kostenfrei nutzen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.bbk.bund.de

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