KLINIKUM IN UECKERMÜNDE

Ameos löst sein Fehlalarm-Problem

In der Vergangenheit heulte die Sirene der Freiwilligen Feuerwehr Ueckermünde bis zu 20 Mal pro Jahr wegen mutmaßlicher Brände im Ameos Klinikum, die sich dann als Fehlalarme entpuppten. Inzwischen hat Ameos das Problem weitestgehend gelöst.
Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ueckermünde mit ihren Fahrzeugen im Einsatz.
Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ueckermünde mit ihren Fahrzeugen im Einsatz. NK/Archiv
Ueckermünde.

Wenn die Freiwillige Feuerwehr Ueckermünde mit blinkendem Blaulicht und lautem Martinshorn Richtung Ameos Klinikum unterwegs ist, kommen die uniformierten Kameraden am Alarmort meistens gar nicht zum Einsatz. Ueckermündes Feuerwehrchef Roland Till: „Früher hatten wir bei Ameos knapp 20 Fehlalarme pro Jahr. Das ist deutlich besser geworden.“ Die Alarmmeldungen kamen zum Teil von Patienten, die die Feuerwehrleute ärgern wollten. Zumeist meldete sich jedoch die Brandschutzanlage, die als hochsensibel gilt. Till: „Die Anlage schlug schon bei angebrannten Toastscheiben, dampfenden Geschirrspülern, bei Rauch durch Kurzschlüsse oder Staub von Bauarbeiten Alarm.“

Das durfte natürlich so nicht bleiben. Tobias Brickmann, bei Ameos zuständig für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit: „Im Ameos Klinikum Ueckermünde konnten die Feuerfehlalarme durch Investitionen in die Modernisierung der Brandmeldetechnik auf ein Minimum reduziert werden.“ Laut Feuerwehrchef Till waren es in diesem Jahr bisher zehn Fehlalarme, im gesamten Jahr 2017 sogar nur neun Falschmeldungen. Es könnten allerdings noch weniger sein. Till: „In der Vergangenheit hatten die Ameos-Mitarbeiter die Möglichkeit, nach Sichtung des Problems, die Alarmmeldungen zu stoppen. Das ist ihnen inzwischen von der Klinikum-Leitung untersagt worden. Die neue Regelung ist aber ganz in unserem Sinne. Es ist wichtig, dass Feuerwehrleute nach dem Alarm ganz genau nachschauen, ob wirklich keine Gefahr besteht.“

Einsätze haben selten mit Feuer zu tun

Zu bisher 105 Einsätzen ist die Freiwillige Feuerwehr Ueckermünde in diesem Jahr ausgerückt. Die Löschschläuche der Kameraden blieben dabei zumeist eingerollt, denn die Retter sind meist bei anderen Vorfällen gefragt. Sie beseitigen Ölspuren, werden bei Verkehrsunfällen gerufen, leisten Höhenrettung, öffnen Türen, befreien Personen aus Fahrstühlen, holen heruntergestürzte Äste von Telefonleitungen oder umgestürzte Bäume von Autos. „Die Einsatzzahl liegt dieses Jahr im Durchschnitt. Im gesamten Jahr 2017 sind wir in 135 Fällen alarmiert worden“, sagte Till.

Nicht nur beim Ameos Klinikum kommt es zu Fehlalarmen. Auch bei Haff-Dichtungen im Gewerbegebiet Berndshof, der GWW Werkstatt in der Belliner Straße und im Haus der Vertrautheit in der Chausseestraße gaben Brandmeldeanlagen dieses Jahr fälschlich Feueralarm.

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