MILLIONEN-PROJEKT

Ameos will Reha-Klinik in Ueckermünde bauen

Seit mehr als zehn Jahren sucht die Stadt Ueckermünde geeignete Investoren für ein Grundstück in Toplage mit Blick auf das Haff. Nun will die Ameos-Gruppe dort für 40 Millionen Euro ein Reha-Zentrum errichten.
Auf dem Grundstück am Kanalweg in Ueckermünde soll durch Ameos ein Reha-Klinik errichtet werden. Der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor (CDU) wirbt für den Bau geht von einer Investitionssumme von 40 Millionen Euro aus.
Auf dem Grundstück am Kanalweg in Ueckermünde soll durch Ameos ein Reha-Klinik errichtet werden. Der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor (CDU) wirbt für den Bau geht von einer Investitionssumme von 40 Millionen Euro aus. C. Johner/K. Nietfeld
Ueckermünde ·

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor ließ am Mittwoch die Katze aus dem Sack: In der Haff-Region soll ein Reha-Klinikum entstehen. Geplant sei der Bau auf einem Filetstück mit Blick auf das Haff am Ueckermünder Kanalweg, wo vor vielen Jahren das Berufsförderungszentrum (BFZ) Ueckermünde eine Zweigstelle hatte. Das Unternehmen, das sich für das Grundstück interessiert, ist die Ameos-Gruppe. „Das sind gute Nachrichten. Die Ameos-Gruppe ist ein verlässlicher Partner“, betonte Amthor, der mit einer Investitionssumme von mehr als 40 Millionen Euro und bis zu 100 Arbeitsplätzen auch Fakten zu dem Mega-Vorhaben nannte. „Ich freue mich über die ersten positiven Signale für dieses große Investitionsprojekt. Das wäre ein echter Gewinn für die Region“, so Amthor. Er habe nach eigener Aussage in den vergangenen Wochen viel vermittelt und die Beteiligten zusammengebracht. Erst am Mittwoch habe es eine Videokonferenz mit MV-Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gegeben, sagte Amthor.

Stadtvertreter haben ein Wörtchen mitzureden

Viele Menschen sehnen sich schon lange nach einem Reha-Zentrum in der Haff-Region. Noch allerdings ist Geduld gefragt. Denn das Projekt steht noch nicht zu 100 Prozent. Das Grundstück gehört nämlich der Stadt Ueckermünde. Unter anderem wird die Zustimmung der Stadtvertreter für die Vergabe des Grundstückes benötigt. „Schon im März könnte eine Entscheidung erfolgen“, sagte Amthor. Er selbst stehe jedenfalls voll und ganz hinter dem Vorhaben: „Ich sage meine persönliche Unterstützung für dieses tolle Vorhaben der Wirtschafts- und Infrastrukturentwicklung in Vorpommern zu.“

Seit mehr als zehn Jahren sucht die Stadt Ueckermünde bereits nach einem passenden Abnehmer für das Areal am Kanalweg. Unter anderem eine touristische Nutzung oder auch ein Pflegeheim standen im Raum. 2019 ließ die Stadt den völlig heruntergekommenen Gebäudekomplex mit den kaputten Fensterscheiben für rund 160.000 Euro abreißen. Die Gebäude auf dem Gelände seien eher störend als fördernd bei der Verkaufsstrategie gewesen, sagte Bürgermeister Jürgen Kliewe damals. Und er sollte offenbar Recht behalten.

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Kommentare (1)

Hoffentlich werden dort mindestens Tariflöhne und nicht wie sonst üblich Hungerlöhne gezahlt! Fühlt sich der Bundestagsabgeordnete in so einem Umfeld von dieser und anderen Aktiengesellschaften wohl?

Was meinen die Krankenkassen zum Reha-Projekt? Oder soll dies nur besser verdienenen Personen zur Verfügung stehen?

Wie werden die Patienten anreisen? Mit dem Auto: Da werden sich die Anrainer wohl kaum freuen!