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Asylbewerber: Wer schürt die Unruhe in Torgelow?

In den nächsten Wochen sollen Flüchtlinge insgesamt 20 leerstehende Wohnungen im Torgelower Ortsteil Spechtberg beziehen.
In den nächsten Wochen sollen Flüchtlinge insgesamt 20 leerstehende Wohnungen im Torgelower Ortsteil Spechtberg beziehen.
Patrick Pleul

Dass die Stadt Torgelow noch mehr Asylbewerber aufnehmen muss, ist seit einigen Wochen klar. Doch immer neue Gerüchte sorgen für Unruhe.

Wer treibt da in Sachen Asylbewerber sein Unwesen im Torgelower Ortsteil Spechtberg? Bürgermeister Ralf Gottschalk möchte darüber nicht spekulieren. Er sei nur entsetzt, mit welcher Aggressivität und mit welchen Unwahrheiten das Thema befeuert wird.

Unbekannte klingeln bei Mietern

Ans Tageslicht kam dieser Vorfall bei der Einwohnerversammlung in Spechtberg, bei der die Stadt darüber informiert hatte, dass dort in den nächsten Wochen eine große Anzahl von Flüchtlingen Wohnraum beziehen würde. Aus welcher Ecke diese Leute kommen, ist ungeklärt, unstrittig ist mittlerweile aber, dass zwei junge Männer in den vergangenen Tagen bei Mietern in Torgelow Spechtberg geklingelt und ihnen erklärt hätten, sie müssten schon bald aus ihren Wohnungen ausziehen, weil diese für Flüchtlinge benötigt werden.

„Das ist uns auch erzählt worden. Warum aber sollen wir unseren Mietern kündigen, wenn nebenan so viele Wohnungen leer stehen? Wir haben überhaupt keine Handhabe, den Menschen zu kündigen und wollen das auch nicht.“ Was in Spechtberg derzeit verbreitet werde, seien einfach Unwahrheiten. Die Stadt habe inzwischen mit jenen 17 Mietern gesprochen, die Flüchtlinge als Nachbarn bekommen könnten. „Niemand von ihnen möchte ausziehen, alle wollen dort bleiben“, sagt Ralf Gottschalk. In Spechtberg würden in den nächsten Wochen für Flüchtlinge insgesamt 20 Wohnungen zur Verfügung gestellt.