EINSCHRÄNKUNGEN FÜR WASSERSPORTLER

Ausnahmezustand wegen Bomben-Bergung im Stettiner Haff

Wegen der Bergung einer britischen Fliegerbombe im Stettiner Haff kommt es am Sonntag zu erheblichen Einschränkungen im Stettiner Haff.
Holger Schacht Holger Schacht
Die Gemeinde Altwarp aus der Vogelperspektive. Wenn das Wetter am frühen Sonntag gut ist, dürfte die Bomben-Bergung im
Die Gemeinde Altwarp aus der Vogelperspektive. Wenn das Wetter am frühen Sonntag gut ist, dürfte die Bomben-Bergung im Stettiner Haff von Land aus nordöstlich vor Altwarp gesehen werden können. Walter Graupner
Altwarp.

Sie ist 750 Kilo schwer, liegt in 6,50 Metern Tiefe, ist 2,40 Meter lang, hat einen Durchmesser von 45 Zentimetern und soll mehrere Zentner Sprengstoff enthalten. Wegen der Bergung einer britischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg herrscht am frühen Sonntag Ausnahmezustand im und am Stettiner Haff. Geplant sind erhebliche Einschränkungen für die touristische Schifffahrt, Surfer, Fischer, Angler und Schwimmer. Auf deutscher Seite in Altwarp ist der Hafen betroffen. Dort muss der Wohnmobilplatz geräumt werden.

Polnische Sprengstoff-Experten wollen das explosive Kampfmittel, das zwischen Neuwarp und dem Kaiserkanal nahe dem Südende der Insel Usedom auf Grund liegt, auf ein Schiff der Küstenverteidigung laden, durch den Kanal zur Ostsee bringen und dort in einem Militär-Übungsgebiet noch am gleichen Tag sprengen.

Die Bergung kann dauern

Achim Froitzheim, Sprecher des Landkreises Vorpommern Greifswald: „Während der Bombenbergung wird das gesamte deutsch-polnische Gebiet über mehrere Kilometer im Durchmesser abgesperrt und kontrolliert.“ Sollte die Bombe während der Bergung explodieren, hätte das nach Angaben der Wasserschutzpolizei Auswirkungen in einem Unter-Wasser-Radius von knapp acht Kilometern. Die Bombe war bei Ausbaggerarbeiten entdeckt worden.

Der Beginn der aufwendigen Aktion ist für 5 Uhr angesetzt. Wie lange sie dauern wird, ist unklar. Sie dürfte sich allerdings längere Zeit hinziehen. Sprecher Froitzheim: „Wir weisen Wassersportler eindringlich darauf hin, sich in dieser Zeit von diesem Bereich des Stettiner Haffs fernzuhalten. Während der Bomben-Bergung wird das betroffene Gebiet auf deutscher Seite weiträumig von den Einsatzkräften der Wasserschutzpolizei, den örtlichen Ordnungsbehörden sowie der freiwilligen Feuerwehren abgesichert.“

Die Freiwillige Feuerwehr bekommt Unterstützung

In Altwarp kommt eine Streife der Polizeiinspektion Ueckermünde zum Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr Altwarp soll von auswärtigen Kameraden unterstützt werden. Die Wasserschutzpolizei schickt aus Wolgast ein Streifenboot in das Gebiet. Bei der Wasserschutzpolizei heißt es: „Obwohl alle Informationskanäle genutzt werden, müssen wir davon ausgehen, dass nicht alle Wassersportler von der Bergung wissen.“

In der Region waren 1944 und 1945 unter anderem die damals deutsche Stadt Swinemünde, die für die Rüstung wichtigen Hydrierwerke Pölitz sowie ein deutsches Panzerschiff im Kaiserkanal bombardiert worden.

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