Uecker-Randow

Bald kostenloses WLAN in der Haff-Region?

Das Schweriner Wirtschaftsministerium hat mit einer Studie mögliche Standorte für freies WLAN-Internet in der Haff-Region ermittelt.
Holger Schacht Holger Schacht
Mit diesem Schild wird darauf hingewiesen, dass es hier einen kostenlosen Zugang zum Internet gibt. Wer auf dem Marktplatz in Ueckermünde steht, sollte sein Glück beim Netzzugang beim AOK-Servicecenter versuchen. Dort wird freies Internet angeboten. Foto: Jan Woitas
Mit diesem Schild wird darauf hingewiesen, dass es hier einen kostenlosen Zugang zum Internet gibt. Wer auf dem Marktplatz in Ueckermünde steht, sollte sein Glück beim Netzzugang beim AOK-Servicecenter versuchen. Dort wird freies Internet angeboten. Foto: Jan Woitas Jan Woitas
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Uecker-Randow.

Es geht zwar nur langsam voran, aber Schritt für Schritt wird dem Ziel näher gerückt, auch in der Haff-Region öffentliche WLAN-Hotspots einzurichten, über die es freien Zugang zum Internet gibt. Jetzt hat das Schweriner Wirtschaftsministerium mit einer Studie 234 mögliche Hotspot-Standorte in Mecklenburg-Vorpommern ausgemacht. Mehr als 4600 Örtlichkeiten standen zur Auswahl. Gefragt waren Plätze in Tourismusstädten, an touristisch stark frequentierten Schlössern und Gutshäusern, an Wasserstraßen und Wanderwegen mit hoher touristischer Bedeutung sowie an Sehenswürdigkeiten. Neun Hotspot-Standorte am Haff sind noch im Rennen. Darunter die Touristen-Informationen in Altwarp, Ueckermünde, Mönkebude und Torgelow. Hinzu kommen der Hafen Altwarp, das Haffmuseum und die Kirche St. Marien in Ueckermünde, das Strandbad Mönkebude und der Wasserwanderplatz in Torgelow. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU): „Heute kein Internet in Regionen verfügbar zu haben, ist ein klarer Wettbewerbsnachteil. Mit dem geplanten Ausbau können wir unseren Gästen einen weiteren Service anbieten.“

Zuletzt hatte Dirk Klein vom Tourismusverein „Stettiner Haff“ die Verantwortlichen der Stadt Ueckermünde beim Thema WLAN-Hotspots heftig kritisiert: „Warum unterstützt die Stadt nicht den Aufbau der freien Internetnutzung, der wichtig für die Entwicklung des Tourismus ist und auch vom Wirtschaftsministerium gefördert wird?“ Beantwortet wurde die Frage nicht (der Nordkurier berichtete). Der Tourismusverband Vorpommern ermittelte die Daten für die Studie, in der alle abgefragten Standorte mit Punkten (null bis drei Punkte = von nicht bis sehr geeignet) bewertet wurden. In der Studie, die 44 300 Euro kostete, heißt es: „Nicht unwesentlich für die Bewertung eines Standorts für WLAN-Hotspots ist die Internetverfügbarkeit vor Ort. Steht kein breitbandiger Internetanschluss zur Verfügung, so ist die gleichzeitige Versorgung mehrerer Nutzer über einen WLAN-Access Point nur sehr schwer bis gänzlich unmöglich zu realisieren.“ Deshalb sind für vorhandene Breitbandanschlüsse zusätzlich bis zu drei Punkte vergeben worden.

Die Nase vorn in der Region haben die Touristen-Infos in Altwarp und Mönkebude mit jeweils fünf Punkten. Es folgt die Touristen-Information in Ueckermünde mit vier Punkten. Schlusslicht ist die Touristeninformation in Torgelow mit null Punkten.

Unklar bleibt, ob Altwarp und Mönkebude mit ihren hohen Punktzahlen Priorität bei der Standort-Vergabe haben. Wirtschaftsminister Glawe: „Gegenwärtig wird eine europaweite Ausschreibung zur praktischen Umsetzung der Standortvorschläge erarbeitet.“

Kommentare (4)

gehört in alle großen öffentlichen Gebäude, Märkte und Einrichtungen D - ebenso Geldautomaten, natürlich bewacht + nicht zu vergessen Serviceterminals zum bezahlen von Behördenrechnungen Telephongebühren usw. ...

ist das bereits seit Jahren Standard!

Das geht ja mal wieder an ALLEM vorbei. Kein Wunder daß die Menschen hier sauer sind. Zum EInen werden immer die ländlichen Räume problematisiert und zum Anderen sind die Bewohner hier nur "User 2. Klasse" Liebe Regierung in Schwerin, da tappt Ihr mal wieder voll daneben. Nehmt Euch ein Beispiel am Landkreis Vorpommern-Greifswald, da wird FÜR ALLE Breitband gebaut (wenn keine anderen Anbieter dafür sorgen), aber in der Region Ückermünde? Sind die Touristen die besseren Menschen? Das ist doch aus der Haut fahren!

Sie können sich sicher sein, dass es dem WLAN Signal egal ist, ob Sie Anwohner oder Tourist sind. Einfach einloggen und nutzen, es gibt auch keine Zeitbegrenzung. Der Nordkurier hätte hier vielleicht noch ein paar Hintergrundinfos zum Technischen schreiben können. Dasselbe Konzept existiert z.B. schon in Berlin und funktioniert gut. Es reicht physikalische bedingt nur leider nicht sehr weit. Gerade in Mönkebude wäre so ein WLAN für Touristen ein Segen. Wer hier Urlaub macht und nicht ausgerechnet einen LTE-Vertrag im Telekom-Netz hat (ja, seit neuestem tatsächlich verfügbar), ist schon mächtig frustriert.