5000 Euro
Firma setzt nach Vandalismus an Eugal-Baustelle Belohnung aus

Projektleiter Peter Selder ist entsetzt über so viel Zerstörungswut. Der Bagger ist so nicht einsatzfähig. Auch die Seitenscheiben wurden zerstört.
Projektleiter Peter Selder ist entsetzt über so viel Zerstörungswut. Der Bagger ist so nicht einsatzfähig. Auch die Seitenscheiben wurden zerstört.
Karsten Riemer

Dass es auf offenen Baustellen immer wieder zu kleineren Diebstählen und Beschädigungen kommt, ist für die betroffenen Firmen nicht ungewöhnlich. Was an der geplanten Gastrasse Eugal passierte, schockt aber selbst die erfahrenen Bauarbeiter.

Eine grüne Abdeckplane verhüllt das Führerhaus eines Baggers an der Eugal-Baustelle in der Nähe von Ferdinandshof. Was darunter zum Vorschein kommt, zeugt von blinder Zerstörungswut. Sämtliche Scheiben sind eingeschlagen worden. Eine Nutzung der großen Baumaschine auf dem Abschnitt der geplanten Gastrasse ist so nicht mehr möglich. Projektleiter Peter Selder der zuständigen Baufirma Kiwi Road Waldwegebau GmbH ist stocksauer. „Ich mache seit 20 Jahren Baustellen, aber so was habe ich noch nicht erlebt“, sagt er.

Grund genug für die Baufirma, eine Belohnung auszusetzen: „5000 Euro geben wir für sachdienliche Hinweise auf den oder die Täter“, so Selder. Eine stattliche Summe, durch die sich die Geschädigten eine schnelle Aufklärung erhoffen. „Hier gibt es irgendwen, der was gesehen hat“, ist er sich sicher.

Bis zu 25.000 Euro Schaden

In der Nacht von Montag auf Dienstag hatten bislang unbekannte Täter insgesamt vier Bagger auf der Baustelle beschädigt. Drei der Baumaschinen sind noch bedingt einsatzfähig. Die vierte musste komplett stillgelegt werden. Erste Kostenschätzungen seitens der Polizei lagen bei rund 12 000 Euro. Laut Projektleiter Selder liegen die Kosten allerdings deutlich höher. Auf ungefähr 20 000 bis 25 000 Euro schätzt er den Schaden. Zusätzlich seien die Reparaturen mit längeren Ausfallzeiten auf der Baustelle verbunden. „Das alles ist eine mittlere Katastrophe“, so der Projektleiter.

Alles wird angezeigt

Nach diesem Vorfall will die Baufirma jetzt allgemein einen anderen Weg einschlagen, was Straftaten angeht. Waren kleinere Diebstähle zum Beispiel von Diesel oder Holz bislang nicht weiter verfolgt worden, soll sich das in Zukunft ändern. „Egal was passiert, wir zeigen jetzt alles an“, so Selder. „Jetzt ist Schluss.“

Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich an das Polizeirevier Ueckermünde unter 039771 82-224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder aber jede andere Polizeidienststelle zu wenden.