SCHIEßEREI

▶ Beifahrer hat aus Auto geschossen (Video)

Bei einer Schießerei in Torgelow ist ein Mann verletzt worden. Zwei Tatverdächtige konnten zunächst fliehen. Doch die Polizei erwischte sie schnell.
Bei einer Schießerei in Torgelow ist ein Mann am Kopf getroffen worden.
Bei einer Schießerei in Torgelow ist ein Mann am Kopf getroffen worden. Christopher Niemann
Torgelow.

Nach der Schießerei am Mittwoch in Torgelow hat die Polizei jetzt weitere Einzelheiten bekanntgegeben: Zwei Männer saßen in einem parkenden Auto, als das Opfer die Max-Planck-Straße entlang ging. Plötzlich schoss der Beifahrer mehrfach auf den vorbei laufenden Mann. Das hatten mehrere Zeugen gegen 15 Uhr den Beamten gemeldet.

Angeschossener Torgelower konnte fliehen

Das Opfer, ein Torgelower, sei dabei den Zeugen zufolge getroffen worden. Er habe flüchten können, sich dabei aber an der Scheibe einer Hauseingangstür am Bein verletzt. Eine beschädigte Haustür, eine zersplitterte Scheibe sowie eine Blutspur sind die Folge gewesen.

Die beiden Tatverdächtigen konnten mit ihrem Auto in Richtung Kopernikusstraße flüchten. Da die Zeugen das Fahrzeug aber sehr gut beschreiben konnten, haben die Polizisten den Wagen gegen 16.20 Uhr in der Bahnhofsstraße gefunden.

Bei dem mutmaßlichen Schützen handelt es sich um einen 24-jährigen Torgelower. Der Fahrer des Wagens ist 35 Jahre alt und kommt ebenfalls aus Torgelow.

Projektil am Kopf – Operation im Krankenhaus

Wie die Polizei mitteilt, wurde der Angegriffene von einem Projektil am Kopf getroffen – er musste operiert werden. Inzwischen habe er das Krankenhaus aber wieder verlassen können. Die Kriminalpolizeiinspektion Anklam hat die Ermittlungen aufgenommen und konnte den bereits Geschädigten befragen. Nach Aussage der Staatsanwaltschaft machte er keine Aussage. Bei ihm handelt es sich um einen 20-Jährigen aus Torgelow.

Die Ermittlungen zum Tatvorwurf der gefährlichen Körperverletzung – und auch zum Motiv– dauern an. Beide Tatverdächtige kommen im Verlauf des Donnerstags noch auf freien Fuß, teilte die Polizei mit.

Der Angegriffene wohl kein Unbekannter in Torgelow

Nach Nordkurier-Informationen soll es sich beim dem Opfer des Angriffs, um einen polizeibekannten 20-jährigen Torgelower handeln. Dieser hatte sich im Januar eine wilde Verfolungsjagd mit der Polizei geliefert (Video).

Nachtrag (27.06. - 15:15 Uhr): Auf Nordkurier-Anfrage teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass keine Fluchtgefahr besteht und von keiner Verdunklung ausgegangen wird. Eine Tatwaffe wurde weder im Auto noch in der Wohnung der Tatverdächtigen gefunden.

Weitere Gewalt am Tatort: In der Max-Planck-Straße kam es einen Tag später, am Donnerstagmorgen, zu einem Brandanschlag auf eine Wohnung. Die Polizei bittet um Mithilfe.

 

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Kommentare (6)

Schön wie es unser Staat schafft seine Bürger zu beschützen. Und da wundert sich noch einer warum radikales Gedankengut in der Gesellschaft salonfähig wird.

Wie hätte der "Schutz durch den Staat" in diesem Fall hier Ihrer Meinung nach aussehen sollen? Und wo genau ist der Zusammenhang mit "radikalem Gedankengut"?

Die warten im Auto und schießen Jemand in den Kopf und es wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt?!
Klingt eher nach ein Mordversuch. Wenn man aber wegen versuchten Mordes ermittelt, kann man die Freilassung der Tatverdächtigen nicht rechtfertigen.
Eine Verdunklungsgefahr besteht natürlich bei fehlender Tatwaffe nicht. Auch die Gefahr weiterer Gewalttaten kann bestimmt ausgeschlossen werden. Schließlich sind die beiden "Männer" ja nur bewaffnet und bereit, die Waffe auch zu nutzen. P.S. da der Nordkurier nicht geschrieben hat, dass es deutsche Täter sind, was sie ja sonst bei jeder Gelegenheit machen, geh ich mal von ausländischen Tätern aus.

Im Artikel steht, dass sowohl Täter als auch Opfer Torgelower sind.

Ich geh davon aus, dass damit der Wohnsitz gemeint ist.

wenn unser Staat dementsprechend funktionieren würde, up to date wäre - wären wirklich weniger Straftaten alltäglich, ich schätze mal 75% - da hat SNSLRJ_383704 schon nicht Unrecht - es geht wirklich anders und Welt offen