TOURISMUS AM HAFF

Bekanntester Kutter von Ueckermünde abgeschleppt

Für Touristen war er ein Hotspot in Ueckermünde. Doch jetzt ist der „Fischkutter” vom Alten Bollwerk weg. Seenotretter schleppten ihn am Wochenende ab.
Holger Schacht Holger Schacht
Der wohl bekannteste Kutter des Seebades Ueckermünde und beliebte Anlaufstelle für Touristen ist aus dem Stadthafen
Der wohl bekannteste Kutter des Seebades Ueckermünde und beliebte Anlaufstelle für Touristen ist aus dem Stadthafen verschwunden. Holger Schacht
Ueckermünde.

Er ist eines der Aushängeschilder des Ueckermündes und wohl der bekannteste Kutter des Seebades. Insbesondere Touristen, die von den Bahnhöfen in die Altstadt schlenderten, ließen sich auf dem „Fischkutter“ am Alten Bollwerk mit Matjes-Brötchen, Räucheraal, Backfisch und anderen Leckereien versorgen.

Letzte Woche spielte abends noch ein Musiker auf dem Schifferklavier Seemannslieder aus den 30er-Jahren für die Gäste an Bord des Kutters und für alle, die sich in der Nähe aufhielten. Doch Freitag war dann der „Fischkutter“ dicht.

Schwimmender Verkaufsstand für 17.000 Euro zu haben

Jetzt ist er von seinem angestammten Platz im Ueckermünder Stadthafen ganz verschwunden. Am Samstag schleppte ihn die Besatzung der „Gerhard ten Doornkaat“ von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger die Uecker in Richtung Stettiner Haff ab. „Fischkutter“-Eigner Henry Ahl aus Ueckermünde erklärte: „Der Fischkutter ist ja aus Holz. Deshalb muss alle zwei bis drei Jahre der Unterwasserschutz erneuert werden.“

Als Ersatz für den „Fischkutter“ öffnete Gastronom Ahl am Sonntag seinen „Versorgungs-Kutter“, der am Neuen Bollwerk ebenfalls im Stadthafen liegt. Der dort schwimmende Verkaufsstand soll jedoch verkauft werden. Im Internet findet sich seit Ende Juni dieses Jahres die Verkaufsanzeige für den Kutter. Der war 1957 in Greifswald gebaut worden, ist 11,49 Meter lang, 4,06 Meter breit und hat einen Dieselmotor. Der Preis liegt bei 17.000 Euro.

Eigner sucht größeres Nachfolgeschiff

Nach Nordkurier-Informationen wird der jetzige „Fischkutter“ wohl nicht in den Stadthafen zurückkehren. Auch er soll verkauft werden. Was nicht ganz einfach wird. Denn er hat einen erheblichen Schaden durch Pilzbefall und ist leck geschlagen. Zuletzt wurden fünf Pumpen eingesetzt, damit der „Fischkutter“ nicht voll Wasser läuft.

Eigner Ahl soll sogar in Sorge gewesen sein, der Kutter könnte in zwei Teile zerbrechen, sollte er aus dem Stadthafen gehoben werden. Deshalb ist Ahl bereits seit Längerem auf der Suche nach einem Nachfolger. Der soll etwa doppelt so groß sein wie sein Vorgänger. Der Hafenansicht jedenfalls stand der blaue „Fischkutter“ gut zu Gesicht und vermittelte gar das Flair eines Ostseebades.

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Kommentare (2)

ZITAT: "Er ist eines der Aushängeschilder des Ueckermündes und wohl der bekannteste Kutter des Seebades."

Und wie lautet der Satz in richtiger deutscher Sprache ?

Das kann der autor selber nicht besser machen, er hat den hausfrauenkurs in der schule besucht und deutsch abgewählt! Oder hat ein hitzebier ihm den verstand geraubt????