Badespaß in Torgelow

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Besucher-Rekord im Heidebad

Heidebad-Rettungsschwimmer Tom Pohl jubelt: „Das war ja auch ein Bombensommer.“
Heidebad-Rettungsschwimmer Tom Pohl jubelt: „Das war ja auch ein Bombensommer.“
Holger Schacht

Gute Nachrichten vom Heidebad in Torgelow: Dieses Jahr gibt es einen neuen Besucherrekord und fast keine Zwischenfälle. Ein Rettungsschwimmer spricht von einer unfallfreien Saison“. Am 1. September wird im Heidebad noch einmal gefeiert.

Das Heidebad Torgelow steuert einen neuen Besucherrekord an. Seit Mai dieses Jahres strömten 25.000 Gäste rein, 10.000 mehr als im gesamten vorigen Jahr. Heidebad-Rettungsschwimmer Tom Pohl jubelt: „Das war ja auch ein Bombensommer.“ Woher die vielen Besucher kamen, darüber hat sich Heidebad-Schwimmmeister Lars Heidel schon seine Gedanken gemacht. Er rechnet, dass nur ein Drittel der Besucher Einheimische sind: „Die anderen sind Urlauber. Zumeist ehemalige Torgelower, die ihre Familien besuchen.“ Es kämen auch viele polnische Familien nach Torgelow, denen das Bad in Stettin zu teuer sei. Zudem sei es im Torgelower Heidebad auch mit 500 bis 700 Besuchern pro Tag nicht zu voll. Heidel: „Die Gäste liegen hier nicht wie die Ölsardinen.“ Rettungsschwimmer Pohl spricht von einer „unfallfreien Saison“: „Bis auf ein paar Insektenstiche ist hier zum Glück nichts passiert.“

Nur ein Bad in der Region war noch voller

Der aktuelle Erfolg des Heidebades nach der durchs Wetter verkorksten Vorsaison ist auch eine Genugtuung für die Verantwortlichen der Stadt Torgelow. Die hatten trotz knapper Kassen stets zum Heidebad gestanden, bezuschussen es mit jährlich 300.000 Euro. Vier Festangestellte der Stadt und vier Rettungsschwimmer, die in der Saison aushelfen, kümmern sich um die Gäste und die Pflege des Bades.

Übertroffen bei der Gäste-Anzahl wird das Heidebad noch vom Lindenbad in Pasewalk. Laut Lindenbad-Schwimmmeister Steffen Röhrdanz sind in dieser Saison bereits 27.000 Besucher gezählt worden. Beschäftigt sind dort 18 Rettungsschwimmer auf Minijob-Basis. Auch das Lindenbad fungiert als Ausweich-Schwimmbad für Stettin. Röhrdanz: „40 bis 50 Prozent der Badegäste sind Polen.“

Vorm Saisonabschluss am 16. September steigt im Heidebad am 1. September von 13 Uhr bis 18 Uhr erstmals das Neptunfest. Auf dem Programm stehen ein Luftmatratzenrennen, das Tauchen nach Gegenständen, Schnupperpaddeln und Entenangeln. Die Eintrittspreise werden ermäßigt.