Wer seine Bücher verkaufen möchte, sollte sich auf seriösen Internetseiten über den realen Marktwert infor
Wer seine Bücher verkaufen möchte, sollte sich auf seriösen Internetseiten über den realen Marktwert informieren, rät die Polizei. Im Zweifel könne auch der Verbraucherschutz helfen. Martin Schutt
Polizei

Betrüger bringen Ueckermünderin mit Buch-Trick um 30.000 Euro

Eine Seniorin wollte ihre Bücher verkaufen, ein angebliches Mitglied eines Buchclubs bot ihr Hilfe an. Dahinter verbarg sich eine fiese Masche, die die Frau teuer zu stehen kam.
Ueckermünde

Eine 83 Jahre alte Frau aus der Nähe von Ueckermünde ist von Betrügern um 30.000 Euro gebracht worden. Sie fiel auf den sogenannten Buchtrick herein, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Masche sei zwar nicht neu, aber im Vergleich zu Enkeltrick oder falschen Polizisten nicht so weit verbreitet.

Die 83-Jährige habe mindestens seit Ende vergangenen Jahres Kontakt zu zwei Männern gehabt, die sich als Mitarbeiter von Buchclubs und Bücherseiten im Internet ausgegeben haben. Clubs und Seiten gibt es wirklich, so die Polizei. Doch unklar sei, ob die Männer dort tatsächlich arbeiten.

Erst Bücher kaufen, um sie dann zu verkaufen?

Ein Verdächtiger gab sich an der Haustür der Seniorin als Buchclub-Mitglied aus. Da die 83-Jährige ihre Bücher verkaufen wollte, bat er seine Hilfe an. Seine Betrugsmasche: Die Frau müsse erst ihren Fundus erweitern, damit er ihr beim Verkauf helfen könne. In den folgenden Wochen überwies sie Tausende Euro, kaufte Bücher und nahm dafür sogar Kredite auf, teilte die Polizei mit. Der Betrüger half ihr dabei. Doch die gekauften Bücher sind im Vergleich zum gezahlten Betrag wertlos, wie es hieß.

Im Juli waren die Bücher noch immer nicht verkauft. Dann tauchte der Polizei zufolge ein zweiter Mann bei ihr auf und bot ihr einen Pauschalbetrag für ein Verkaufspaket an. Bekannten der 83-Jährigen ist der Betrug dann aufgefallen, sie erstatteten Anzeige.

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Die Polizei warnt im Zusammenhang mit dem Buchtrick nicht nur ältere Menschen. Diese Masche werde in fast allen Altersschichten angewandt. „Ob deutlich überteuerte Bücher, Wandteppiche oder andere Gegenstände: Betrüger geben vor, mit angeblich hochwertigen Dingen das Vermögen oder das spätere Erbe für die Kinder vermehren zu können. In Wirklichkeit zahlen die Betrugsopfer ein Vielfaches des eigentlichen Warenwerts”, erklärte die Polizei.

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