Bürgermeister frustriert
Biber frisst Straße

Bürgermeister Ingo Grönow.
Bürgermeister Ingo Grönow.
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Der Biber bereitet der Gemeinde Vogelsang-Warsin erneut Sorgen. Das Nagetier hat nicht zum ersten Mal am Kanalweg Schaden angerichtet. Bürgermeister Ingo Grönow ist frustriert.

Ingo Grönow, Bürgermeister von Vogelsang-Warsin, hat es satt! Der Biber treibt am Kanalweg, der einzigen offiziellen Zufahrt zum Strand, sein Unwesen. Wieder einmal. Das Tier nagt nicht nur an den Bäumen direkt am Kanal, sondern zerstört auch die asphaltierte Straße. „Es gibt schon wieder zwei neue Stellen, davon eine größere. Die Straße ist relativ neu. Ich bin extrem erbost“, sagt Ingo Grönow. Das besonders Bittere an der ganzen Sache: Für die Kosten, die der Biber anrichtet, muss die Gemeinde aufkommen. „Das ist immerhin ein vierstelliger Betrag“, sagt Ingo Grönow. Und wer weiß, wie die finanzielle Situation in Vogelsang-Warsin ist, weiß auch, dass das keine Kleinigkeit ist. „Geplante Maßnahmen müssen erst einmal außen vor gelassen werden“, sagt das Dorfoberhaupt.

Ingo Grönow ärgert vor allem, dass die Gemeinde bei dem Biberproblem und der Beseitigung des Schadens komplett auf sich allein gestellt ist. Unterstützung durch das Land wurde zwar vor ein paar Jahren mal zugesichert, auf Taten wartet Ingo Grönow aber bis heute vergeblich. Dabei ist es nicht das erste Mal, dass der Biber den Vogelsang-Warsinern zu schaffen macht. „Das Land hat 2015 Hilfe angekündigt, doch passiert ist bisher noch nichts. Wenn es nicht um Prestigeprojekte geht, dann ist das offenbar nicht so wichtig. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt ein verzweifelter Bürgermeister. Immerhin: Seinen Humor hat Grönow noch nicht verloren: „So schlimm wie an der A20 sind die Straßenschäden nicht.“ So richtig zum Lachen zumute ist ihm derzeit trotzdem nicht.

Kommentare (1)

Schickt die Rechnung an T. Backhaus. Er hat mal gesagt im Fernsehen, wenn der Bieber nicht spurt muss man ihn .....Es ist Zeit zu handeln und nicht nur Phrasen zu dreschen!!!