Der Torgelower Bildhauer Falko Steimer stellte im Ueckermünder Sozialausschuss seine Idee einer A 20-Werbung für die
Der Torgelower Bildhauer Falko Steimer stellte im Ueckermünder Sozialausschuss seine Idee einer A 20-Werbung für die Haff-Region vor. Eckhard Kruse
Die Büste von Max Schmeling, geschaffen von Falko Steimer, vor seinem Geburtshaus in Klein Luckow.
Die Büste von Max Schmeling, geschaffen von Falko Steimer, vor seinem Geburtshaus in Klein Luckow. NK-Archiv
Tourismus

Bildhauer wirbt für Max Schmeling und Pommernkogge an A20

Der Künstler Falko Steiner hat viele Ideen, um die Haff-Region bekannter zu machen. Dabei spielen auch ein Segelschiff, ein Museum und eine Box-Legende eine wichtige Rolle.
Uecker-Randow

Die Haff-Region mit Ueckermünde, Torgelow und Eggesin könnte sich touristisch noch besser präsentieren, als es bisher der Fall ist. Dieser Ansicht ist der Torgelower Holzbildhauermeister Falko Steimer. Die Region bis hin nach Strasburg mache zu wenig auf sich aufmerksam, meinte er im Ueckermünder Sozialausschuss. Vor allem würden die Attraktionen der Region nicht groß genug herausgestellt. Dabei nannte er die Pommernkogge im Ueckermünder Hafen, das Ukranenland und das Castrum in Torgelow sowie den Namen der Box-Legende Max Schmeling im Dorf Klein Luckow zwischen Jatznick und Strasburg. Er präsentierte ein paar Ideen, die er dem Ueckermünder Bürgermeister schon vorgestellt hatte.

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Kleinere Modelle als Präsente denkbar

Steimer ist in der Region kein Unbekannter. Er schuf zum Beispiel die Schmeling-Büste in Klein Luckow. Das Kunstwerk „Fußballsportler“ in Torgelow stammt aus seiner Werkstatt. Der Bildhauer vermisst vor allem sichtbare Aufsteller an der A 20, um Urlauber in die Region zu locken. Damit die Ausschussmitglieder seine Idee nachvollziehen können, hatte er ein Modell der Pommernkogge gebaut. Das sollte nach seiner Vorstellung einige Meter von der Autobahn entfernt stehen und jegliche Touristen im Vorbeifahren in Richtung Rostock oder Berlin auf die „Ucra“ und das Haff aufmerksam machen. Die Holzplatten mit dem Segel würden etwa vier bis fünf Meter groß sein. Den Touristen würde man mitteilen, dass es hier etwas Besonderes zu sehen gebe. Dazu baute er ein mittelalterliches Hafenhaus, wie es in Ueckermünde geplant ist, und einen Metall-Schriftzug für das Ukranenland. Auch kleinere Modelle seien denkbar, um sie als Präsente bei städtischen Anlässen zu verschenken, so Steimer.

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Genaue Kosten konnte er auf Nachfrage der Ausschussmitglieder noch nicht benennen. Er ging aber davon aus, dass die Kogge nicht allzu viele Kosten verschlingen würde. Man könne das Segel auch aus einem festen Material bauen und es mit Stahlseilen abspannen.

Weitere Idee: Max-Schmeling-Radweg

Carsten Seeger (SPD) würde erst mal mit kleineren Präsenten beginnen, bevor man über größere Ausgaben redet. Volker Croll (CDU) bat darum, auch mit dem Koggenverein über die Idee zu sprechen, weil die Koggenwerbung in ganz Deutschland laufe. Das Schiff ist ja auch im Eigentum der Stadt Torgelow. Unklar war zum Schluss, ob der Bildhauer oder die Stadt Ueckermünde den Kontakt suchen. „Ich bin sehr dafür, darüber nachzudenken“, sagte Thomas Bauch-Kröhnert (CDU) zu der Idee. Denn auch andere Regionen hätten solche Wegweiser. In einer der nächsten Sitzungen wolle man darüber weiterberaten.

Der Bildhauer hatte auch die Ideen von ganz besonderen Wegweisern und von drei Granitsäulen, von denen zwei nach Vorstellungen von Bürgern und Gymnasiasten gestaltet werden könnten. Er warb dafür, einen Max-Schmeling-Radweg einzurichten. Dann würden auch das Schmeling-Museum und das Denkmal bekannter. Steimer könnte sich auch ein „starkes Stück“ beim Bäcker oder ein Max-Schmeling-Steak in der Gaststätte vorstellen.

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