BETRUG IN DER LANDWIRTSCHAFT

Bioschwein-Trickser haben Millionen-Schaden verursacht

Die beiden Landwirte aus Leopoldshagen, die mit Bioschweinen betrogen haben sollen, stehen noch immer im Fokus der Staatsanwaltschaft Schwerin. Über die Höhe des möglichen Schadens ist bisher nur spekuliert worden, jetzt nennt die Ermittlungsbehörde erstmals eine Summe.
Thomas Krause Thomas Krause
Zwei Leopoldshagener Landwirte sollen mit „Bio-Schweinen“ getrickst haben. Die Staatsanwaltschaft beziffert den Schaden bisher auf eine Million Euro.
Zwei Leopoldshagener Landwirte sollen mit „Bio-Schweinen“ getrickst haben. Die Staatsanwaltschaft beziffert den Schaden bisher auf eine Million Euro. Stefan Sauer
Leopoldshagen.

Gut zwei Jahre ist her, dass der Schwindel von zwei Landwirten aus Leopoldshagen mit angeblichen Bioschweinen aufgeflogen war. Seitdem ermittelt die Schweriner Staatsanwaltschaft gegen die beiden Männer, und ein Ende der Untersuchungen ist nicht in Sicht.

„Die Ermittlungen sind schwierig und komplex. Es geht nicht nur darum, den Weg von dem betroffenen Landwirtschaftsbetrieb zum Schlachthof nachzuverfolgen. Ein wesentlicher Aspekt der Ermittlungen ist vielmehr der Nachweis, dass das jeweilige Tier nicht nach den geltenden Regeln des Ökolandbaus gemästet wurde“, erklärte die Schweriner Oberstaatsanwältin Claudia Lange. Das bedeute, dass die Futterzukäufe beziehungsweise die selbst angebauten Futtermittel auf Ökokompatibilität zu prüfen sind. „Zu ermitteln ist, womit die Tiere gefüttert wurden“, sagte die Behördensprecherin.

Die Schweriner Ermittlungsbehörde, die auf Wirtschaftskriminalität spezialisiert ist, nannte erstmals einen Schaden, den die beiden Landwirte verursacht haben könnten. Und der ist immens. „Wir gehen nach derzeitigem Ermittlungsstand von einem Schaden von etwa einer Million Euro aus“, sagte Lange.

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