NACH BRANDKATASTROPHE

Hilfsaktion für Brandopfer in Ueckermünde gestoppt

Tausendfach haben Menschen aus Vorpommern und weit darüber hinaus für die Geschädigten des Brandes in Ueckermünde gespendet. Jetzt wurde die Hilfsaktion vorerst beendet. Warum?
Der Getränkemarkt in der Haffpassage ist überfüllt. Vor Ort können keine weiteren Gegenstände mehr entgegengenommen werde
Der Getränkemarkt in der Haffpassage ist überfüllt. Vor Ort können keine weiteren Gegenstände mehr entgegengenommen werden. Holger Schacht
Ueckermünde.

Mehrere Tausend hilfreiche Gegenstände haben Bürger – nicht nur aus der unmittelbaren Region – anlässlich der Brandkatastrophe in einem Ueckermünder Wohnblock abgegeben. Selbst Menschen aus Prenzlau und sogar von der Nordseeküste gaben ihrer Anteilnahme an dem Unglück mit Geld- und Sachspenden Ausdruck.

Inzwischen stößt man vor Ort sogar schon an Kapazitätsgrenzen. „Wir haben jetzt einen Platzmangel und auch für die freiwilligen Helfer ist die Sortierung nicht mehr zu stemmen“, gesteht Organisator Carsten Seeger. Deshalb werden vorerst keine weiteren Dinge mehr angenommen. „Ich bitte alle um Verständnis, dass wir die Annahme nach acht Tagen fleißiger Arbeit aussetzen müssen“, teilt Seeger mit.

Anlaufstelle für Brandopfer

Vor allem Kindersachen, Spielzeug und kleinere elektronische Geräte seien laut dem SPD-Fraktionschef in Ueckermünde überproportional häufig abgegeben worden. „Allen Spendern und Freiwilligen, die ein außergewöhnliches Engagement an den Tag legten, möchte ich herzlich danken“, erklärte Seeger. Der Getränkemarkt in der Haffpassage bleibt für die Geschädigten weiterhin zwischen 15 und 18 Uhr geöffnet.

Benefiz-Flohmarkt während der Hafftage in Ueckermünde

Außerdem wird im Rahmen der Hafftage in Ueckermünde am Samstag zwischen 10 und 18 Uhr ein Benefiz-Flohmarkt bei der Feuerwehr eingerichtet. Zur Auswahl stehen Spielzeuge, Schulranzen und kleinere Elektrogeräte. Die Einnahmen gehen direkt auf das Spendenkonto. Mittlerweile sei Seeger zufolge ein vierstelliger Betrag darauf eingegangen.

Keine Brandgefahr mehr

Unterdessen gibt es positive Nachrichten vom Brandhaus. Nachdem auf dem Dach in der vergangenen Woche erneut eine Fläche von 35 Quadratmetern in Flammen stand, kann Ueckermündes Feuerwehrchef Roland Till die Gemüter beruhigen. Mit einer Wärmebildkamera haben die Kameraden die Temperatur gemessen. Das Ergebnis: 25 Grad Celsius, es bestehe keine Brandgefahr mehr.

So konnte der Wohnblock an die Wohnungsgenossenschaft übergeben werden. Jetzt müssten die Mieter mit dieser absprechen, wann sie in die Wohnungen können. Feuerwehrleute müssten sie jedenfalls nicht mehr begleiten. „Die Wohnungen sind alle sicher, es kann auch kein Putz mehr von den Wänden fallen“, sagt Till. Für die Feuerwehr sei die Arbeit somit beendet.

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