Altwarp und Ueckermünde

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Bürger sagen Nein zur Fusion

Altwarps Vize-Bürgermeister Jan Herzfeld trägt das Ergebnis mit Fassung.
Altwarps Vize-Bürgermeister Jan Herzfeld trägt das Ergebnis mit Fassung.
Christian Johner

Die Entscheidung steht fest: Die Gemeinde Altwarp wird nicht mit Ueckermünde fusionieren und weiter eigenständig bleiben. Das Ergebnis der Bürgerbeteiligung war so deutlich, dass der Gemeindevertretung keine andere Wahl bleibt.

Eine Fusion zwischen der Gemeinde Altwarp und der Stadt Ueckermünde ist gescheitert. Bei einer Bürgerbeteiligung lehnte die klare Mehrheit der Altwarper Bürger die Eingemeindung ab. Bei einer Wahlbeteiligung von immerhin 69,4 Prozent stimmten 68,9 Prozent gegen eine Fusion mit Ueckermünde. 31,1 Prozent votierten für eine Fusion.

Obwohl der stellvertretende Bürgermeister von Altwarp, Jan Herzfeld, einer der deutlichen Befürworter der Fusion war, nahm er das Ergebnis gefasst auf: „Es ist ein klarer Auftrag der Bürger, nicht mit Ueckermünde zu fusionieren. Ich persönlich finde es natürlich schade, dass es nicht dazu kommt.“ Sich über die klare Mehrheit der Altwarper Bürger hinwegzusetzen, kommt für die Gemeindevertretung jedoch nicht in Frage. „Wie schon im Vorfeld angekündigt, macht uns dieses Ergebnis die Sache einfach. Wir akzeptieren das Resultat. So ist nun mal die Demokratie“, sagte Jan Herzfeld. Für den Gemeinderat ist nun nichtsdestotrotz jede Menge Arbeit umsonst gewesen, denn Altwarp und Ueckermünde hatten im Falle einer Fusion schon alle wichtigen Punkte ausgehandelt. „Wir mussten den Bürgern ein klares Konzept anbieten. Ohne solch ein Konzept, macht eine Bürgerbeteiligung ja keinen Sinn“, betonte Jan Herzfeld. Anstatt zurückzublicken, will der Gemeinderat nun nach vorne schauen. „Die Welt geht davon nicht unter. Wir werden genauso weiterarbeiten wie bisher und nach wie vor alles im Sinne der Gemeinde tun. Wichtige Projekt wie der Hafen- oder Kita-Ausbau wollen wir voranbringen“, sagte Jan Herzfeld.