VANDALISMUS

Bürgermeister frustriert über Schmierfinken

In Ferdinandshof haben Schmierfinken zugeschlagen. Bürgermeister Gerd Hamm ist stinksauer. Er lobt für Hinweise nun eine Belohnung aus, die er aus eigener Tasche bezahlen will.
Das Toilettengebäude wurde 2019 für viel Geld erneuert. Nun ist wieder Geld nötig, um die Schmierereien zu entf
Das Toilettengebäude wurde 2019 für viel Geld erneuert. Nun ist wieder Geld nötig, um die Schmierereien zu entfernen. Christian Johner
Straßenschilder blieben ebenfalls nicht unbeschädigt.
Straßenschilder blieben ebenfalls nicht unbeschädigt. Christian Johner
Auch die Fassade der Maschinenhalle auf dem Gutshof wurde beschmiert.
Auch die Fassade der Maschinenhalle auf dem Gutshof wurde beschmiert. Christian Johner
Ferdinandshof ·

Besprüht, beschmiert, beschädigt – in Ferdinandshof haben in den vergangenen Wochen Vandalen ihr Unwesen getrieben. „Das ist eine Riesensauerei“, ärgert sich Bürgermeister Gerd Hamm, aus dessen Sicht die Beschädigungen mehr als nur ein einfacher Kinderstreich sind: „Das hat nichts mit Scherzen zu tun. Das ist Zerstörung von Eigentum – ohne Sinn und Verstand“, sagt Hamm und fügt hinzu: „Es gibt sehr viele frische Schmierereien.“

Davon betroffen ist beispielsweise das Toilettengebäude auf dem Festplatz. Vor wenigen Monaten wurde das Gebäude für fast 110.000 Euro mit 75-prozentiger Förderung erneuert. Unter anderem wurde eine Sanitärausstattung aus Edelstahl installiert – um Vandalismus vorzubeugen. Doch nun haben sich Rowdys nicht im, sondern am Gebäude ausgelassen.

Auch die vor einigen Jahren für mehr als 200.000 Euro sanierte Maschinenhalle auf dem Gutshof und Straßenschilder sind beschmiert worden. „Das ist noch nicht mal alles. Richtung Bahnhof ist auch ein Neubau beschmiert“, sagt Hamm.

Der Bürgermeister hat die Schmierereien angezeigt

Das Gemeindehaupt weiß nur eine Möglichkeit, wie Ferdinandshof in Zukunft von der Zerstörungswut Einzelner verschont bleiben könnte: „Das kann man nur stoppen, indem man die Täter fasst. Ich hoffe, dass die Polizei Ermittlungserfolg hat“, sagt Hamm, der die Schmierereien zur Anzeige gebracht hat und selbst eine Belohnung auslobt: „Wer Hinweise zur Ergreifung der Täter geben kann, dem zahle ich aus eigener Tasche 200 Euro“, verspricht Gerd Hamm.

Der Bürgermeister will versuchen, zusammen mit anderen Mitstreitern im Rahmen des Frühjahrsputzes die Gebäude wieder zum Strahlen zu bringen. „Aber da pinselt man ja nicht einfach so drüber. Das kostet die Gemeinde wieder Geld“, so Hamm.

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