Ex-NVA-Anlage

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Bund lässt Teile von Kaserne Eggesin-Karpin versteigern

Die einstige NVA-Artilleriekaserne Eggesin-Karpin gehörte zu den größten Kasernen der DDR.
Die einstige NVA-Artilleriekaserne Eggesin-Karpin gehörte zu den größten Kasernen der DDR.
Thomas Krause

Anfang Dezember kommt der Technikteil einer der größten Kasernen der ehemaligen DDR unter den Hammer. Es gibt bereits Pläne für die künftige Nutzung.

Sie gehörte zu den größten Kasernen in der DDR: Das Bundesfinanzministerium lässt einen Teil der einstigen NVA-Artilleriekaserne Eggesin-Karpin versteigern. Wie ein Sprecher der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) am Montag erklärte, kommt Anfang Dezember der Technikteil des Areals in Rostock unter den Hammer. Er umfasst 24 der insgesamt 120 Hektar der Kaserne. In den Fahrzeug- und Lagerhallen, Werkstätten und Unterkünften soll mit der Gemeinde zusammen Gewerbe angesiedelt werden. Die Bima gehört zum Bundesfinanzministerium.

Es gebe schon Interessenten, hieß es bei der Norddeutschen Grundstücksauktionen AG. Das Mindestgebot liegt bei 75.000 Euro. Sollte die Auktion erfolgreich sein, würden weitere Kasernenteile versteigert.

Um die Nutzung des NVA-Geländes hatte es nach Schließung lange Ungewissheit gegeben. Eggesin war Zehntausenden Ostdeutschen bekannt. Auf dem Karpiner Gelände an einem großen Truppenübungsplatz wurden einst fünf Kasernen zusammengelegt. Die Bundeswehr betreibt außerhalb der Kasernenmauern noch eine Schwimmhalle, die bleiben soll.

Bei der Versteigerung kommen insgesamt 45 Immobilien zum Aufruf, darunter auch ein Hotel in Goldberg (Kreis Ludwigslust-Parchim) und Grundstücke auf der Insel Rügen.