Verdi ruft erneut zu Streik auf
Busfahrer in Vorpommern sollen Arbeit niederlegen

Am Mittwoch sind die Busfahrer der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.
Am Mittwoch sind die Busfahrer der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.
Martin Schutt

Busfahrer der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald sind am Mittwoch von der Gewerkschaft Verdi zum Ausstand aufgerufen. Der soll um fünf Uhr in Torgelow beginnen. Betroffen sein wird vor allem der Schülerverkehr.

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald wird es am Mittwoch stellenweise zu erheblichen Störungen im öffentlichen Personennahverkehr kommen. Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mitteilte, sind am Mittwoch die Mitarbeiter der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald (VVG) zum Streik aufgerufen. Losgehen solle es frühmorgens um fünf Uhr auf dem Betriebshof der VVG in Torgelow.

Rund 40 Buslinien zählen zu dem Unternehmen, das die Städte Greifswald, Jarmen, Ueckermünde, Eggesin, Torgelow und Pasewalk betreut. Nach Nordkurier-Informationen soll der Ausstand vor allem den Uecker-Randow-Bereich betreffen. Dort wird es in bestimmten Bereichen zu Verzögerungen kommen – vor allem im Schülerverkehr. Die Jarmener Außenstelle wird hingegen wie gewohnt fahren.

Dritte Verhandlungsrunde am Mittwoch

Die Busse des Anklamer Verkehrsgesellschaft (AVG) sind indes nicht von dem Streik betroffen. Sowohl der Schülerverkehr als auch der öffentliche Personennahverkehr finden im Bereich der AVG am Mittwoch planmäßig statt. Man sei zwar auch an einen Tarifvertrag gebunden, allerdings mit einer anderen Gewerkschaft, teilt Geschäftsführer Karl Heiden mit. Die AVG habe erst im vergangenen Jahr den Tarifvertrag für drei weitere Jahre verhandelt.

Bereits Streiks in zwei Landkreisen

Am Mittwoch findet zudem die dritte Verhandlungsrunde in Rostock statt. Verdi fordert in den Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband ein Gehaltsplus von 180 Euro für ein Jahr für die rund 1600 Busfahrer und Mitarbeiter in den kommunalen Nahverkehrsgesellschaften. Die Arbeitgeber haben den Angaben zufolge Lohnsteigerungen von 2,2 Prozent zum 1. Januar 2018, mindestens jedoch 75 Euro, sowie noch einmal 2,5 Prozent mehr ab dem 1. Januar 2019 angeboten. Das ist aus Sicht der Gewerkschaft nicht ausreichend.

Anfang der Woche streikten bereits Busfahrer an der Mecklenburgischen Seenplatte. Im Schweriner Umland standen Fahrzeuge ebenfalls still.

Kommentare (5)

Dann müssen sich halt die Eltern zusammen tun und organisieren,das die Kinder morgen trotzdem zu Schule kommen. Sprich Fahrgemeinschaften. Es ist noch genügend Zeit bis morgen früh. Dann kommen die Fahrer eben Mal eine halbe Stunde später zur Arbeit. Der Chef wird's verschmerzen. Oder wollen alle wieder warten bis ein Bildungsminister/in wieder unnützes Zeug über die Vermeidung von Unterrichtsausfall labert.

...vor allem im Schülerverkehr?! Verdi darf die Schulbussfahrer gar nicht zum Streik aufrufen und diese dürfen nicht streiken. Sie verstoßen sonst gegen geltendes Recht. Der Landrat muss bei der zuständigen Staatsanwaltschaft eine einstweilige Verfügung gegen den Streik erwirken. Er ist dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass jeder Schüler zur Schule gebracht und auch wieder zurückgebracht wird.

Ich kenne nicht das Gehalt eines Busfahrers, aber wenn sie unterbezahlt sind, was ich durchaus glaube, müssen sie für eine korrekte Bezahlung kämpfen. Vielleicht sind selbst Kinder oder Enkel der Busfahrer unter den betroffenen. Die Menschen müssen zusammenstehen gegen falsche Politik und Ausbeutung. Sie ELIONORE oder Struck oder wer sie auch sind , labern immer nur rum. Und falls sie es nicht wissen, Gewerkschaften sind die Interessenvertreter der arbeitenden Menschen, weshalb sollen sie deshalb nicht zum Streik aufrufen dürfen?

Alle anderen Busfahrer dürfen selbstverständlich streiken. Es gibt Gesetze. Und da steht drin, dass der Landkreis den reibungslosen Schülerverkehr gewährleisten muss.

Ich glaube, Sie sind schon zu lange in der Schweiz. Selbstverständlich dürfen Schulbusfahrer streiken. Solange sie nicht verbeamtet sind, sind die Busfahrer nämlich nicht "der Landkreis" und damit nur Auftragnehmer.