Stadtentwicklung
Das hat Ueckermünde im Jahr 2018 geschafft

Noch im November wurde in der Werner-Seelenbinder-Straße 1 bis 7 gebuddelt. Auf dieser Baustelle wird mehr als eine halbe Million Euro investiert.
Noch im November wurde in der Werner-Seelenbinder-Straße 1 bis 7 gebuddelt. Auf dieser Baustelle wird mehr als eine halbe Million Euro investiert.
Christian Johner

In diesem Jahr kann die Stadt Ueckermünde auf erfolgreiche Bauvorhaben zurückblicken. Bewegung gibt es auch bei zwei lang gehegten Plänen, die wegen der aufwändigen Finanzierung bisher auf Eis lagen.

Im heftigen Streit um die Sanierung des Gerätehauses der Belliner Feuerwehr begann das Jahr im Seebad Ueckermünde, mit der frohen Aussicht auf ein ganz neues Gerätehaus und ein Einsatzfahrzeug für Bellin klingt dieses Jahr in Ueckermünde aus. Doch dies ist nicht das einzige heiß diskutierte Bauvorhaben des Jahres 2018 in Ueckermünde.

Bevor überhaupt ein Bagger angerückt ist, drehte sich sowohl in der politischen Debatte als auch in der Arbeit der Verwaltung 2018 vieles um die anstehende Sanierung des Ueckerparks und den Neubau der Bühne. In den Jahren zuvor konnte die Finanzierung für dieses große Vorhaben nicht gesichert werden. In diesem Jahr stand endlich fest, dass aus mehreren Fördertöpfen Geld kommt. Die Stadt konnte endlich mit der Planung und Ausschreibung beginnen. Mittlerweile sind die Kosten für dieses Vorhaben um ein Vielfaches gestiegen. „Angefangen haben wir mal mit 450.000 Euro für die Bühne, jetzt kostet sie schon 1,2 Millionen Euro“, sagt Bauamtsleiter Jürgen Kliewe.

Umsetzung der Belliner Straße ist spruchreif

Aber auch die Planungen für ein weiteres Bauvorhaben, das bisher Jahr für Jahr aufgeschoben wurde, sind 2018 endlich so weit vorangekommen, dass die Umsetzung für 2019 und 2020 spruchreif ist: Das ist der Ausbau der Belliner Straße. Viele Ueckermünder haben schon nicht mehr daran geglaubt. „Mittlerweile sind die Vorbereitungen so bürokratisch und kompliziert geworden, dass man nur noch den Kopf schütteln kann“, sagt Jürgen Kliewe. Doch im kommenden Frühjahr kann der Bau dieser wichtigen Straße endlich losgehen.

Neben diesen großen Bauvorhaben konnten 2018 eine ganze Reihe von Baustellen erfolgreich abgeschlossen werden. „Im Rückblick auf das Jahr wird deutlich, dass wir auch 2018 einiges geschafft haben“, sagt Kliewe. Die größte Aktion dieses Jahres war der Abriss der einstigen Justizvollzugsanstalt in Berndshof und der Bau der Straße für die Erschließung des neuen Gewerbegebiets auf diesem Areal.

Zeitverzug und Schadstoffbelastung erhöhten Kosten

„Ohne die 90-prozentige Förderung der Kosten, die sich auf 700.000 Euro beliefen, hätten wir das niemals packen können“, sagt Jürgen Kliewe. Zeitverzug und Schadstoffbelastung hatten die Kosten für dieses Vorhaben in die Höhe getrieben. Doch daran wird bald nichts mehr erinnern, denn auf dem nun erweiterten Gewerbegebiet Industriehafen vermarktet die Stadt gemeinsam mit der Förder- und Entwicklungsgesellschaft rund 3,5 Hektar städtische Fläche an Interessenten. Bisher sind im Gewerbegebiet Industriehafen neun größere und einige Kleinbetriebe angesiedelt.

Fertig ist auch die neue Asphaltschicht auf dem Backofenweg, wo ein neues Eigenheimgebiet entstanden ist. „Nachdem dort das letzte Häuschen gebaut wurde, konnten wir den Straßenbau für 180.000 Euro abschließen“, resümiert der Bauamtsleiter. 80.000 Euro steckte Ueckermünde in Reparaturen und Pflegearbeiten für Wiesenstraße, Kanalweg, Grünen Weg und die Straße nach Zarowmühl.

57.000 Euro für Fledermausturm und Ersatzbehausungen

Was nach außen kaum wahrgenommen wird, sind die Ausgleichsmaßnahmen, die die Stadt für Baumaßnahmen vornehmen muss. 57.000 Euro sind für Bepflanzungen, aber auch für einen Fledermausturm und Ersatzbehausungen für Mehlschwalbe und Eidechse ausgegeben worden. Mit 300.000 Euro ist indes der zweite Abschnitt der Straßenlampenumrüstung auf LED zu Buche geschlagen.

Weitere Bauvorhaben, die 2018 fertig wurden, sind die Sanierung des Schlossturms, der Bau einer E-Ladesäule an der Touristik-Information, der Bau neuer Wasserleitungen in der Kita Haffring, der Abriss des alten Heizhauses der UWG in der Geschwister-Scholl-Straße, der Baubeginn in der Werner-Seelenbinder-Straße. Leider ist es in diesem Jahr nicht gelungen, mit dem Bau im Schwarzen Weg zu beginnen. Dort sind die Baukosten um 50 Prozent gestiegen. Auch der Verkauf des einstigen BFZ für 750.000 Euro ging noch nicht über die Bühne.