Bürgermeisterkandidat Christian Bauer wohnt seit 13 Jahren in Eggesin.
Bürgermeisterkandidat Christian Bauer wohnt seit 13 Jahren in Eggesin. Eckhard Kruse
Kandidat

Das wäre Christian Bauer als Eggesiner Bürgermeister wichtig

Die Eggesiner wählen am 15. Mai einen neuen Bürgermeister und Verwaltungschef. Fünf Kandidaten haben sich um dieses Amt beworben. Wir stellen sie vor. Heute: Christian Bauer (Einzelbewerber).
Eggesin

Christian Bauer ist den aufmerksamen Fernsehzuschauern nicht ganz unbekannt. Schon zweimal war er auf dem Bildschirm zu sehen. 2019 tauschte er bei „Meine Reise – Deine Reise“ zusammen mit seiner Frau Carolin die Wohnung mit einen Hamburger Paar. Das verbrachte einige Tage in Eggesin. Bauer und seine Frau lernten solange das Carolinenviertel in Hamburg kennen. Der 39-Jährige flimmerte auch schon 2011 beim Rennen „Standing Mile“ bei Berlin über den Fernsehbildschirm. An der offiziellen Rennveranstaltung nahm er mit seinem 800-PS-Oldtimer teil und erreichte in der Kategorie Audi den siebten Platz.

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Er hat einen Spleen für Autos

„Ich habe einen Spleen für Autos“, erzählt der Eggesiner. Das liege wohl an seiner Lehre zum Kfz-Mechaniker. Denn das Schrauben lag ihm. Danach folgten acht Jahre bei der Bundeswehr, wo er als Instandsetzungs-Unteroffizier arbeitete. So nennt er heute einen älteren und einen neuen Audi-Coupe sein eigen. Das neuere Modell habe „nur“ 400 PS.

Dann studierte er an einer Fachschule in Stralsund Fertigungstechnik. Er arbeitete bei einer Torgelower Firma, die Lösungen für Heizungen und Klimaanlagen entwickelt. Bauer wechselte als Projektleiter in die Ueckermünder Gießerei, war europaweit unterwegs. Es folgte ein weiteres Studium, so dass er seit Ende 2019 als Maschinenbau- und Gießerei-Ingenieur bei der Gießerei Torgelow arbeitet.

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Will viel tun für Kinder und Jugendliche

Aufgewachsen ist Bauer in Eichhof. Seit 13 Jahren wohnt er nun schon in Eggesin. Mit seiner Frau und den beiden Kindern lebt er in einem Reihenhaus. Wegen der Kinder hat er seine Hobbys wie Autos und Kraftsport zunächst zurückgestellt. „Es dreht sich alles um die Familie.“ Er ist auch froh, dass er in seinem Berufsleben nie aus der Haff-Region fortziehen musste. „Man ist in der Region verwurzelt.“ Hier habe er sein soziales Umfeld und seinen Freundeskreis. Die Wohnsituation sei in Eggesin recht ländlich. Das lerne man zu schätzen, wenn man etwas älter wird. Die Wege seien auch viel kürzer als in Ballungszentren.

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Eggesin habe eigentlich alles, was man braucht. Es gebe das „Be free“, das Freizeitzentrum, Kindergarten und Krippe, Schulen, Vereine. Und auch die Natur ist nicht weit weg, so dass seine Familie jeden Tag mit den Kindern im Freien unterwegs ist. Weil von den 4700 Einwohnern 600 unter 16 Jahren seien, ist es für Bauer besonders wichtig, viel für die Kinder und Jugendlichen zu tun. Er wünscht sich, dass die vorhandenen und teilweise durch Vandalismus beschädigten Spielplätze besser instand gehalten werden. Der 39-Jährige hat auch schon geschaut, wo noch weitere Spielplätze möglich wären. Ein oder zwei könne er sich am Standort der ehemaligen Vorpommern-Kaserne oder in Richtung Karpin vorstellen.

Ein Kennenlerntag für Zugezogene, Zurückgekehrte unf Einheimische

Damit sich Zugezogene, Zurückgekehrte und Einheimische näher kommen, würde er einen „Kennenlerntag“ ins Leben rufen. Denn so falle es den Neu-Eggesinern leichter, Kontakte zu knüpfen und in sozialen Netzwerken heimisch zu werden. Das komme auch den Einheimischen zugute, die sich durch die Corona-Zeit lange nicht treffen durften. „Ich möchte auch Bürgernähe zeigen“, sagte Bauer. Er sei schon jetzt auf vielen Kanälen, auch auf Whatsapp oder per Videocall zu erreichen.

Große Projekte könne die Stadt nicht anschieben, weil sie noch verschuldet sei und die Mittel nicht habe. Für ihn ist es deswegen wichtig, die Entschuldung in gleichem Maße wie bisher vorantreiben. Er möchte aber auch die Attraktivität und die Außenwirkung von Eggesin weiter erhöhen. Die vorhandene Industrie solle gepflegt werden. „Auf dem Weg, den ich beschreiten will, entstehen aber auch noch ganz neue Ideen und Wege.“

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Welches ist Ihr Lieblingsplatz in Eggesin?

Das Zuhause meiner Familie und die alte Panzerbrücke hinter der Karl-Marx-Siedlung.

 

Was gefällt Ihnen in der Stadt gar nicht?

Die baufälligen Gebäude entlang der Hauptstraßen.

 

Was ist Ihre größte Stärke?

Effizienz, Organisation und hohe Auffassungsgabe.

 

Was ist Ihre größte Schwäche?

Ich neige dazu, pedantisch zu sein.

 

Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Wir machen weiter wie bisher.

 

Was können Sie nur mit Humor ertragen?

Der Blick auf die Nebenkostenrechnung.

 

Was machen Sie am liebsten?

Unternehmungen mit der Familie.

 

Wo kaufen Sie am liebsten ein?

Möglichst regional.

 

Drei Dinge, die Sie im Kühlschrank haben.

Hafermilch, Gemüse, Babybrei.

 

Wenn Sie noch mal 20 wären, was täten Sie dann?

So ziemlich alles noch einmal, aber wesentlich bewusster.

 

Mit wem würden Sie gern einen Monat lang tauschen?

Einem Zeitzeugen im damaligen Stettin der 30er-Jahre.

 

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Richard David Precht: „Von der Pflicht“.

 

Was ist Glück für Sie?

Gesundheit der Familie und ein unbeschwertes Leben.

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