Bianka Schwibbe würde gern Bürgermeisterin von Eggesin werden.
Bianka Schwibbe würde gern Bürgermeisterin von Eggesin werden. Eckhard Kruse
Kandidatin

Das würde Bianka Schwibbe als Eggesiner Bürgermeisterin tun

Die Eggesiner wählen am 15. Mai einen neuen Bürgermeister und Verwaltungschef. Fünf Kandidaten haben sich um dieses Amt beworben. Der Nordkurier stellt sie vor. Heute: Bianka Schwibbe (Einzelbewerberin).
Eggesin

Dass Bianka Schwibbe sich als neue Bürgermeisterin bewirbt, liegt vor allem an den Eggesinern selbst. Sie hatte eigentlich gar nicht vor, als Nachfolgerin von Dietmar Jesse zu kandidieren. Doch dann sei sie von etlichen Menschen gefragt worden, ob sie nicht Bürgermeisterin werden will. „Ich habe lange überlegt“, erzählt die 54-Jährige. „Diese Wertschätzung hat mich dann aber bewogen, mich zu bewerben.“

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Bianka Schwibbe stammt aus der Region. Genauer gesagt: aus Ahlbeck, nur wenige Kilometer von Eggesin entfernt. Dort lebten schon ihre Eltern und Großeltern. Heute wohnt sie wieder dort. Mit ihrem Mann zog sie eine Tochter groß. In Ahlbeck wartet auch jeden Abend ein Schäferhund auf sie. „Unser Schäferhund ist mein Ruhepol“, sagt sie. Mit ihm gehe sie gern im Wald spazieren, um einmal vom Tagesstress abschalten zu können.

„Ich arbeite sehr gern“, sagt die Amtsleiterin Kämmerei und Hauptamt sowie erste Stellvertreterin des Bürgermeisters. Meistens sei sie die letzte Mitarbeiterin der Eggesiner Verwaltung, die abends vom Hof fährt. Am Tag gebe es viel Publikumsverkehr, Kollegen kämen mit Fragen zu ihr. Deswegen nutze sie oft die Ruhe des späten Nachmittags für viele Arbeiten.

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„Kleine Läden in der Altstadt erhalten“

Vielleicht auch dann, wenn Bianka Schwibbe den städtischen Jahreshaushalt zusammenstellt. Diese Aufgabe habe sie sich als Amtsleiterin ausgebeten. „Man muss auch ein bisschen Spaß haben im Leben.“ Denn das Rechnen lag ihr schon immer. „Mathe war mein Lieblingsfach in der Schule.“ Deswegen wählte sie zu DDR-Zeiten auch eine Ausbildung an der Finanzfachschule in Gotha. Danach habe sie immer in der Region gearbeitet – in der Kreisverwaltung als Revisorin, in der Gemeindeverwaltung Ahlbeck und im Amt Ueckermünde Land, wo sie schon Kämmerin war. Mit der Ämterfusion habe sie im Amt Stettiner Haff gleich als Kämmerin angefangen.

Die Großstadtluft hat sie nie vermisst. „Ich mag Ruhe“, sagt Bianka Schwibbe. Die finde sie in der Natur rund um Eggesin. „Ich fühle mich sehr wohl hier.“ Und weil Eggesin der Zentralort des Amtes und ihr Arbeitsort ist, fühlt sie sich der Stadt sehr verbunden. „Unsere Altstadt liegt mir sehr am Herzen“, betont sie. „Die kleinen Läden müssen wir unbedingt erhalten.“ Die 54-Jährige weiß zwar, dass sie persönlich nicht so viel tun kann, um die Geschäftsinhaber zu unterstützen. Doch sie ist sich sicher, dass die Stadt mehr Möglichkeiten für modernes Wohnen anbieten muss. Denn so könne es gelingen, dass Anwohner dauerhaft hierbleiben und weiterer Zuzug erfolgt. Die großen Wohnungen in den Plattenbauten würden die Bürger nicht mehr so gut annehmen. Deswegen seien in der Habichtstraße schon viele Bauflächen reserviert. In der Lindenstraße sieht sie weitere Möglichkeiten. Es gibt aber auch eine Kehrseite: „Wir werden Neubauten abreißen müssen.“

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Möchte Entschuldung der Stadt zu Ende bringen

Außerdem möchte sie die Randow mehr in den Fokus rücken. Mit den neuen Betreibern am Hafen könne zum einiges gelingen, so dass noch mehr Leute merken, wie schön und ruhig es sich in Eggesin leben lässt. Bianka Schwibbe will sich für einen Radweg nach Ahlbeck einsetzen, wofür sie zusammen mit Christhilde Hansow und Gerhard Tewis schon einmal eine Sternfahrt organisiert hatte. Das Schülerjugendzentrum solle unbedingt erhalten bleiben. Denn dort würden viele Jugendliche aufgefangen. Und auch die Entschuldung der Stadt, die sie schon viele Jahre begleitet hat, möchte sie gern zu Ende bringen. Der Abzug der Bundeswehr und einige falsche Entscheidungen hätten dazu geführt. Der Prozess werde mindestens noch drei Jahre dauern.

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Welches ist Ihr Lieblingsplatz in Eggesin?

Es gibt so viele schöne Plätze: zum Beispiel Hafen, Randow, Eggesiner See, die Kleingärten.

 

Was gefällt Ihnen in der Stadt gar nicht?

Vermüllte Ecken.

 

Was ist Ihre größte Stärke?

Zuhören können.

 

Was ist Ihre größte Schwäche?

Schokolade.

 

Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Den Satz: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

 

Was können Sie nur mit Humor ertragen?

Intriganten.

 

Was machen Sie am liebsten?

Mit meinem Hund spazieren gehen, arbeiten, lesen.

 

Wo kaufen Sie am liebsten ein?

Im Schuhladen.

 

Drei Dinge, die Sie im Kühlschrank haben.

Käse, Eier, Marmelade.

 

Wenn Sie noch mal 20 wären, was täten Sie dann?

Ich würde nichts anders machen.

 

Mit wem würden Sie gern einen Monat lang tauschen?

Mit keinem.

 

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

Der Baader-Meinhof-Komplex von Stefan Aust.

 

Was ist Glück für Sie?

Gesundheit und Frieden.

 

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