FERDINANDSHOFS SPEICHER

Der letzte Schandfleck muss weg

Ein Gebäude steht der vollständigen Sanierung der Domäne in Ferdinandshof noch im Weg. Der Bürgermeister will es abreißen lassen. Doch so einfach ist es nicht.
Christian Johner Christian Johner
Der alte Speicher auf dem einstigen Gutshof ist Ferdinandshofs Bürgermeister Gerd Hamm ein großer Dorn im Auge.
Der alte Speicher auf dem einstigen Gutshof ist Ferdinandshofs Bürgermeister Gerd Hamm ein großer Dorn im Auge.
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Ferdinandshof.

Sie stehen verhältnismäßig kurz vorm Ziel und müssen sich trotzdem rumärgern. Die Gemeinde Ferdinandshof hat in den vergangenen Jahren viel versucht, damit der Fläche auf dem einstigen Gutshof neues Leben eingehaucht wird. Den Ferdinandshofern ist das bisher auch ganz gut gelungen.

Allerdings gibt es noch ein Gebäude, welches den eigentlich wunderbaren Eindruck vom zentralen Punkt im Dorf zerstört. „Es ist der letzte Schandfleck”, sagt Ferdinandshofs Bürgermeister Gerd Hamm. Die Rede ist von dem alten Speicher – ein mittlerweile marodes und in die Jahre gekommenes Gebäude. Was damit passiert, liegt derzeit nicht in der Hand der Gemeinde. Denn aktuell gehört das Gebäude noch einer Privatperson. Doch das könnte sich schon bald ändern. „Wir haben mit dem Verwalter gesprochen. Es gibt keine Pläne für den Speicher”, sagt Hamm.

Letzter Schritt zur Sanierung des Gutshofes

Die Gemeinde würde den Speicher laut Hamm deshalb quasi geschenkt dbekommen. Doch dann stellt sich die Frage: Was macht man mit so einem alten Gebäude, für das es eigentlich keine Verwendung mehr gibt? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: „Ich würde es am liebsten abreißen lassen”, sagt Gerd Hamm.

Doch so einfach ist es dann doch nicht: „Wir sind dabei zu prüfen, ob und wie das möglich ist.” Bei einem Abriss geht Hamm davon aus, dass sich die Kosten auf einen fünfstelligen Betrag belaufen würden. Für die Gemeinde Ferdinandshof ist das zu viel Geld: „Ohne Fördertöpfe geht es nicht. Aus eigenen Mitteln ist ein Abriss auf jeden Fall nicht möglich”, so Hamm.

Der Abriss des Speichers wäre einer der letzten Schritte zur vollständigen Sanierung des einstigen Gutshofes im Herzen Ferdinandshofs. Der Brandstall wurde zur Kulturstätte umgebaut. Im Gutshaus ist ein Pflegedienst eingezogen. Im „Langen Stall” sollen Wohnungen entstehen. Die „Alte Wache” ist für touristische Zwecke vorgesehen. Unter anderem soll dort eine E-Ladestation entstehen.

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