REKORDVERSUCH MISSGLÜCKT

Die Hafftage überzeugen erst zu später Stunde

Weil der Ueckerpark saniert wird, mussten die Hafftage in Ueckermünde auf das Gelände der Feuerwehr ausweichen.
Je später die Stunde, desto mehr Menschen strömten zu den „Hafftagen light“.
Je später die Stunde, desto mehr Menschen strömten zu den „Hafftagen light“. ZVG
Weil der Ueckerpark saniert wurde, mussten die Hafftage in einer abgespeckten Version auf dem Gelände der Feuerwehr ausgetrag
Weil der Ueckerpark saniert wurde, mussten die Hafftage in einer abgespeckten Version auf dem Gelände der Feuerwehr ausgetragen werden. Christopher Niemann
Ueckermündes Vizebürgermeister Joachim Trikojat (Mitte) beim Besuch unter Deck des polnischen Marineschiffes. Mit dabei Kapi
Ueckermündes Vizebürgermeister Joachim Trikojat (Mitte) beim Besuch unter Deck des polnischen Marineschiffes. Mit dabei Kapitän Marek Lewandowski und Marzena Podzinska, Bürgermeisterin der Partnerstadt Pyrzyce. Holger Schacht
Eröffnet wurden die „Hafftage light“ mit Salutschüssen zum Empfang des polnischen Schiffes „Orp Bukowo“.
Eröffnet wurden die „Hafftage light“ mit Salutschüssen zum Empfang des polnischen Schiffes „Orp Bukowo“. Holger Schacht
27,5 Meter lang und 55 Kilogramm – zum Bratwurst-Rekord hat es trotzdem nicht ganz gereicht.
27,5 Meter lang und 55 Kilogramm – zum Bratwurst-Rekord hat es trotzdem nicht ganz gereicht. Fabian Beyer
Zahlreiche Besucher nutzten die Möglichkeit, das polnische Marineschiff zu besichtigen.
Zahlreiche Besucher nutzten die Möglichkeit, das polnische Marineschiff zu besichtigen. Fabian Beyer
Viele Besucher wollten sich ein Bild von der Riesen-Bratwurst machen.
Viele Besucher wollten sich ein Bild von der Riesen-Bratwurst machen. Fabian Beyer
Kaum war die Bratwurst fertig, bildete sich eine lange Schlange. Jeder wollte einen Biss abbekommen.
Kaum war die Bratwurst fertig, bildete sich eine lange Schlange. Jeder wollte einen Biss abbekommen. Fabian Beyer
Beim Schaustellerbetrieb war für die ganze Familie etwas im Angebot.
Beim Schaustellerbetrieb war für die ganze Familie etwas im Angebot. Fabian Beyer
Kaum war der DJ auf der Bühne, füllte sich in den Abendstunden die Tanzfläche.
Kaum war der DJ auf der Bühne, füllte sich in den Abendstunden die Tanzfläche. Fabian Beyer
Ueckermünde.

Pünktlich um 18 Uhr sammelten sich am Sonnabend jede Menge hungrige Besucher um einen runden Grill. Was sie darauf gesehen hatten, ließ den ein oder anderen dann doch staunen: Eine 55 Kilogramm schwere Bratwurst brutzelte in einem Stück vor sich hin. Ursprünglich hatte das Fleischerei-Team von Robert Kriewitz gehofft, mit der 27,5 Meter langen Wurst bei den „Hafftagen light“ den Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde zu schaffen. Davon musste sich der Stadtpräsident Ueckermündes aber schnell verabschieden. „Wir haben uns zu spät angemeldet“, gestand Kriewitz ein.

Auch sonst lief beim Rekord-Versuch in Ueckermünde nicht alles nach Plan. „Uns steht leider nicht der größte Grill zur Verfügung, weil er nicht rechtzeitig fertig wurde. Deswegen haben wir die Bratwurst zu einer Schnecke geformt“, erklärte der Fleischer. Trotzdem: Die Wurst ist nicht gerissen und sorgte für eine lange Schlange. Jeder wollte einen Bissen abbekommen.

Pro Stück verlangte Kriewitz 50 Cent und die gingen als Spende an die Jugendfeuerwehr der Stadt. „Das ist ja super“, sagte eine Frau, als sie davon hörte. Eine weitere spendete das Geld direkt, ohne wurstige Gegenleistung. 65 Euro sind so am Ende zusammengekommen – Kriewitz und Mitveranstalter Detlef Pohl rundeten auf 100 Euro auf.

Den Traum vom Guiness-Buch der Rekorde hat der Fleischer indes noch nicht aufgegeben. Er versprach, sich rechtzeitig für das nächste Jahr anzumelden.

Klein, aber fein

Für die Gäste haben die „Hafftage light“ aber auch sonst jede Menge geboten – auch wenn es tagsüber nicht immer so aussah. In den Abendstunden füllte sich das Gelände der Freiwilligen Feuerwehr rasend schnell. Dorthin mussten die Veranstalter ausweichen, weil der Ueckerpark aufgrund der Sanierung nicht zur Verfügung stand. „Wir wollten den Menschen aus der Region und den Urlaubern zum gleichen Datum wie in den Vorjahren einen Treffpunkt bieten“, sagte Kriewitz. Und es sei genauso verlaufen, wie sich die Veranstalter das vorgestellt hätten. Klein, aber fein – kein Vergleich zu den Hafftagen in Normalgröße. Andernfalls wäre es auch möglich gewesen, die Hafftage ausfallen zu lassen. „Das stand im Raum“, bestätigte Mitveranstalter Pohl auf Nachfrage.

Bereits am Freitag heizte das Pop-Duo „Cora“ auf der Bühne ein. Als sie ihren bekanntesten Song „Amsterdam“ sangen, stimmten die Zuschauer sofort mit ein. Die Sängerinnen, die bereits seit den 1980ern mit ihren Auftritten in der ZDF-Hitparade bekannt sind, sorgten für gute Stimmung. Ähnlich lief es am Samstagabend, als Schlagersänger Oliver Frank in Ueckermünde auftrat. Das gut gemischte Publikum ließ sich von dem Sänger mitreißen und feierte anschließend zu DJ-Musik ausgelassen bis in die Nacht hinein.

Auch ernste Töne im Festgeschehen

Großen Zuspruch gab es beim Benefiz-Flohmarkt für die Opfer des Brandes im Wohnblock in Ueckermünde Ost. Er sei „hervorragend“ angenommen worden, sagte Organisator Carsten Seeger. Spielzeuge, Schulranzen und kleinere Elektrogeräte standen zur Auswahl. Kinder konnten sich darüber hinaus schminken lassen. 333 Euro kamen bei der Aktion laut Seeger zusammen. Die Einnahmen gehen direkt auf das Spendenkonto.

Allerdings kamen die Hafftage in abgespeckter Form nicht bei jedem Besucher gut an. Ein Urlauber aus Braunschweig ärgerte sich, weil er am Freitag um kurz nach 18 Uhr mit seiner Frau und seinen beiden Kindern das Gelände betreten wollte, aber Eintritt zahlen musste. Wäre die Familie ein paar Minuten früher gekommen, hätten sich diesen gespart – schließlich musste erst ab 18 Uhr bezahlt werden. Und das Eintrittsbändchen galt auch für den Samstagabend.

Eröffnet wurden die „Hafftage light“ mit neun Salutschüssen der Ueckermünder Ehrengarde und der Ankunft des polnischen Marineschiffs „Orp Bukowo“ in den Stadthafen schon am Freitagmittag. Zahlreiche Besucher nutzten das Wochenende, um den 37 Meter langen und acht Meter breiten Marinesucher zu besichtigen.

Das erwartete Verkehrschaos blieb indes aus. Zum Glück: Ueckermündes Vize-Bürgermeister Joachim Trikojat hatte bereits damit gerechnet, dass die Nerven bei den Autofahrern blank liegen würden. Viele Besucher nutzten öffentliche Parkplätze an der Bahnstation Stadthafen und in der Straße Am Ueckerdamm.

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