BAUVORHABEN

Die letzte Ueckermünder Straße wird saniert

In 30 Jahren sind in Ueckermündes Innenstadt insgesamt rund 200 Millionen Euro verbaut worden. Inzwischen sind alle Straßen, Wege und Plätze saniert. Nur ein kleines Stück Weg fehlt noch.
Simone Weirauch Simone Weirauch
Wenn dieser Weg neu gepflastert ist, dann gibt es in Ueckermündes Innenstadt keine unsanierte Straße mehr.
Wenn dieser Weg neu gepflastert ist, dann gibt es in Ueckermündes Innenstadt keine unsanierte Straße mehr. Simone Weirauch
Ueckermünde.

Es ist fast geschafft. Nur noch ein kurzes Stück. In der Ueckermünder Altstadt wird noch mal gebaggert, gemessen, abgesteckt und geklopft. Auch auf diesen letzten Metern müssen Profis ran. In ein paar Tagen schon wird das Seebad melden können: In der Altstadt sind alle Straßen saniert. Was vor 30 Jahren begonnen wurde, ist Ende August 2019 vollendet. Alle Straßen, Plätze und Wege in der Altstadt sind erneuert worden, weitere Plätze und Wegeführungen kamen hinzu. Der letzte, kleine, unsanierte öffentliche Weg ist eine 25 Meter lange Zufahrt zu den hinteren Grundstücken der Wallstraße vom Parkplatz am Ackerhof aus. Dort ist zurzeit eine Baustelle. Mitarbeiter der Firma Thestorff aus Eggesin verlegen Natursteinpflaster.

„Das hat unserer Innenstadt sehr gut getan”

Seit 1991 ist die Altstadt von Ueckermünde im Städtebauförderprogramm des Landes. „Das hat unserer Innenstadt sehr gut getan“, sagt Bürgermeister Jürgen Kliewe. Sowohl die Stadt als auch private Sanierer wurden unterstützt. „Private Bauherrn haben mit großem Elan, Engagement und natürlich auch eigenem Geld viele Häuser mit schlechter Bausubstanz gerettet und somit die Altstadt neu belebt.“ Mehr als 32 Millionen Euro sind allein an Städtebaufördermitteln in die Altstadt geflossen. Rechnet man die Mittel aus dem Stadthaushalt und den privaten Investitionen mit, wurden in der Ueckermünder Innenstadt wahrscheinlich mehr als 200 Millionen Euro verbaut. „Und das ist auch überall zu sehen: Die Altstadt ist ein Schmuckstück“, sagte Jürgen Kliewe.

Wohnungen im Haus Altes Bollwerk 16

Zu den Gebäuden, die noch in den kommenden Wochen fertiggestellt werden, gehört das Haus Altes Bollwerk 16. Im Grunde genommen handelt es sich hier um zwei Häuser, die nunmehr auch durch eine unterschiedliche Traufhöhe sowie durch verschiedene Farbgebungen der Fassaden und der Dachgauben kleinteilig wirken sollen. Ein Geschäftsmann aus Torgelow hat diese Gebäude vor einigen Jahren erworben und arbeitet seit dieser Zeit an der Sanierung des Bestandes. Die Arbeiten zogen sich lange hin, weil es auch immer wieder statische Probleme an Teilen des Hauses gab. In diesem Gebäude werden ausschließlich Wohnungen entstehen, die mit ihrer guten Aussicht auf die Uecker und den Stadthafen sowie die gute Anbindung an die Altstadt einen hohen Wohnwert aufweisen.

„Zum Jahresende 2019 ist endgültig Schluss mit der Städtebau-Förderung, das grundsätzliche Sanierungsziel in unserer Stadt erfüllt ist“, erklärte der Bürgermeister. Das bedeute jedoch nicht, dass es nichts mehr zu tun gibt. Die weiterenSanierungen müssen allerdings ohne Förderungen laufen.

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