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Eggesiner Stadtvertreter

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Die Lindenstraße soll saniert werden

Die Eggesiner Stadtvertreter haben mehrheitlich beschlossen, dass die Lindenstraße saniert wird. Dazu braucht die Stadt Fördergelder, die nach diesem Beschluss nun auch beantragt werden können.
Die Eggesiner Stadtvertreter haben mehrheitlich beschlossen, dass die Lindenstraße saniert wird. Dazu braucht die Stadt Fördergelder, die nach diesem Beschluss nun auch beantragt werden können.
Lutz Storbeck

Mehrfach ist bereits darüber diskutiert worden. Nun steht es fest: Wenn es Zuschüsse für dieses Vorhaben gibt, dann soll die Eggesiner Lindenstraße erneuert werden – wohl aber erst in drei Jahren.

Ganz so einfach war es nicht, den Grundsatzbeschluss zum Ausbau der Eggesiner Lindenstraße zu fassen. Das haben die Stadtvertreter während ihrer jüngsten Sitzung erfahren. Immerhin hatte diese Straße bereits im Zusammenhang mit der Sanierung der Stettiner Straße im Mittelpunkt gestanden – als Umleitung.

Frühes Bemühen um Fördergelder

Dass die Lindenstraße eine Sanierung nötig hat, das steht außer Frage. Und soll diese Sanierung auch kommen? Offensichtlich ja, die Eggesiner Stadtvertreter jedenfalls haben mehrheitlich dafürgestimmt. Allerdings ging dem eine längere Debatte voraus. Petra Wolscht zum Beispiel, Stadtvertreterin und Diplom-Bauingenieurin, wollte wissen, wie die Straße ausgebaut werden soll. Davon habe sie in dem Beschlussvorschlag nichts gelesen. „Wie breit soll die werden? Gibt es Gehwege, beidseitig? Was ist mit den Bäumen?“, wollte die Stadtvertreterin wissen.

„Es handelt sich um einen Grundsatzbeschluss – also um die Frage, ob die Straße überhaupt ausgebaut werden soll“, sagte Stadtvertretervorsteher Gerhard Tewis. So ein grundsätzlicher Beschluss aber sei nötig, damit entsprechende Fördergelder beantragt werden können, führte er weiter aus. Ein Programm für solche Zuschüsse läuft 2019 aus, ob danach ein neues Förderprogramm folgen wird, sei fraglich, sagte Bürgermeister Dietmar Jesse. Also müsse man sich so früh wie möglich um dieses Geld – von 60 Prozent Förderung war die Rede – kümmern. „Auch, damit wir die Bürger so weit wie möglich entlasten“, sagte Gerhard Tewis.

Unterschriftensammlung gegen den Ausbau

Der Straßenabschnitt ist etwa 700 Meter lang. Gebaut werden kann, schätzt Bürgermeister Jesse ein, wohl frühestens in drei Jahren. Diese Zeit wird unter anderem auch für den Grunderwerb benötigt, damit die Sanierung ohne Hindernisse starten kann. Rein planerisch würde man indes nicht beim Nullpunkt anfangen. Aus dem Jahr 2009, sagte der Bürgermeister, gibt es Unterlagen für die Lindenstraße. Allerdings dürften die zu überarbeiten sein, schon wegen der gestiegenen Kosten in der Baubranche. Die Stadtvertreter stimmten zu, dass die Lindenstraße ausgebaut wird, sollte die Stadt dafür Förderung bekommen. Dann könnten auch Planungen in Auftrag gegeben werden.

Womöglich aber gibt es seitens der Anwohner der Lindenstraße noch Bedenken und Kritik. Denn gegen den Ausbau der Straße hat es schon vor längerer Zeit eine Unterschriftensammlung gegeben, sagte Mario Budy, Gast der Sitzung. Zudem zweifeln Anlieger an, dass eine Lindenstraßen-Sanierung überhaupt nötig sei. „Großer Verkehr findet da nicht mehr statt“, so Mario Budy. Ein Problem sei aber die Unfallgefahr – aus seiner Sicht müsste in der Straße Tempo 30 vorgeschrieben sein.