MODDY ANGEL RUN

Diese Frauen suhlen sich freiwillig im Modder

Mehr als 10.000 Frauen aus ganz Deutschland machten sich am Wochenende auf den Weg nach Berlin, um gemeinsam ein dreckiges Abenteuer zu erleben. Auch mehrere Teams aus Vorpommern waren dabei.
Die „Kanga Mietzen” aus Prenzlau/Pasewalk wollten zusammen mit ihrer Trainerin Caroline Teichert auch mal anders Sport machen.
Die „Kanga Mietzen” aus Prenzlau/Pasewalk wollten zusammen mit ihrer Trainerin Caroline Teichert auch mal anders Sport machen. privat
Die Medizinischen Fachangestellten aus Rollwitz, Jatznick und Torgelow reisten gemeinsam mit dem Zug an.
Die Medizinischen Fachangestellten aus Rollwitz, Jatznick und Torgelow reisten gemeinsam mit dem Zug an. Privat
Zwischen all dem Modder gab es einmal weißen Schaum. Die Eggesiner Truppe hatte Spaß.
Zwischen all dem Modder gab es einmal weißen Schaum. Die Eggesiner Truppe hatte Spaß. Privat
Eggesin.

Pinke T-Shirts, pinke Strümpfe, ein Sektchen und natürlich die Haare aus dem Gesicht – so sahen die finalen Vorbereitungen für den „Muddy Angel Run“ bei den Eggesiner Mädels aus. Bereits zum dritten Mal nahm die bunt gewürfelte Truppe, allerdings mit einigen Neulingen an Bord, am berüchtigten Schlammlauf in Berlin teil.

Der „Muddy Angel Run“ ist Europas Schlammlauf Nummer eins nur für Frauen. Auf einer Strecke von fünf Kilometern warteten auf die Teams auf der Trabrennbahn Karlshorst neben jeder Menge Spaß, Modder, Schlamm, Schaum und Dreck 15 verschiedene Hindernisse, die es zu überwinden galt. Bei diesem Spaßwettkampf steht jedoch noch eine ganz andere wichtige Sache im Vordergrund, denn ein Teil der Startgelder werden an den Verein „Brustkrebs Deutschland“ gespendet.

Hier bleibt nichts sauber

Wer denn rechtzeitig eines der begehrten Tickets ergattern konnte, durfte sich auf dieses ganz besondere Abenteuer freuen, bei dem nichts, aber auch gar nichts sauber bleibt. Der Schlamm und Dreck sammelt sich nicht nur an den knalligen pinken Klamotten, sondern fand den Weg in die kleinsten Winkel.

Schon das erste Hindernis war ein großes Wasserbecken, was es zu durchlaufen oder durchschwimmen galt. Von da an war eigentlich alles egal, denn nass ist nass, und das Gefühl der berüchtigten Pfütze im Turnschuh konnte man nicht nur fühlen, sondern auch hören.

„Wir haben alle Hindernisse im Team gemeistert und uns gegenseitig geholfen“, sagen Janet Stoye und Lisa Schimke aus Eggesin. Egal, ob beim Untertauchen im Schlammwasser, beim Überwinden der Kletterwand oder beim Robben durch den Schlamm – die Mädels warteten aufeinander. Sie sind sich sicher: „Wir kommen nächstes Jahr wieder, denn es war ein Riesenspaß!“

„Wollten mal was Verrücktes machen”

Auch das Team um Kristin Gaul aus Torgelow wollte sich dieses Abenteuer nicht entgehen lassen. „Wir wollten zusammen mal was Verrücktes machen“, sagen die vier Medizinischen Fachangestellten aus Torgelow, Jatznick und Rollwitz, die mit dem Zug nach Berlin reisten und zufällig eine weitere Truppe aus der Region trafen.

Caroline Teichert bietet Kangakurse in Pasewalk und Prenzlau an und wollte sich mit ihren Mädels diesen mal etwas anderen Sport und vor allem Spaß nicht entgehen lassen. Kangatraining ist der umfassende Begriff für Sport während und nach der Schwangerschaft. „Wir haben uns den „Kanga-Miezen“ angeschlossen, denn je größer das Team, desto mehr Spaß macht es“, sagen die vier Medizinischen Fachangestellten Norma Wiesetzki, Manon Knop, Kristin Gaul und Sabine Wagner, die nach dem sportlichen Wettkampf völlig entspannt, aber auch erschöpft die Heimreise im Zug genossen.

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