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Diese Maifeier wächst und wächst und wächst

Jürgen Trölsch erinnert sich genau, wie es mit der Feier zum 1. Mai in Torgelow begonnen hat. „Damals, nach der Wende, haben wir im Bahnhof in einem ...

Die Gewerkschaften waren mit einem gemeinsamen Stand beim Fest präsent und hatten unter anderem jede Menge roter Nelken dabei. [KT_CREDIT] FOTOs: L. Storbeck

Jürgen Trölsch erinnert sich genau, wie es mit der Feier zum 1. Mai in Torgelow begonnen hat. „Damals, nach der Wende, haben wir im Bahnhof in einem Hinterzimmer gesessen, es war ein relativ kleiner Kreis“, sagt der Torgelower. Dann sei jemand auf die Idee gekommen, das Fest etwas größer zu machen – und so fand das damals noch vergleichsweise kleine Fest im Torgelower Küstergang statt. Vor ein paar Jahren hatten sich die Organisatoren, maßgeblich von der „Vulcan“-Wirtin Annegret Risch angeregt, für den Standort in der Torgelower Ueckerpassage entschieden. Seitdem findet das Fest dort statt. Vor zwei Jahren wurde der Maiverein gegründet. „Aus organisatorischen Gründen“, wie Jürgen Trölsch sagt.
Und mittlerweile hat sich diese Veranstaltung, die einzige ihrer Art im weiten Umkreis, zu einem großen Fest gemausert. „Ich denke, so 1500, eher 2000 Besucher kommen im Laufe des Tages hierher - aus dem gesamten Südkreis, auch aus Löcknitz und Pasewalk“, sagt Marlies Peeger, Stadtpräsidentin von Torgelow und Fraktionschefin der Linken im Kreistag.
Doch nicht nur ihre Partei, sondern auch die SPD, die Gewerkschaften, die Volkssolidarität und andere haben das Fest mitgestaltet. Torsten Koplin von der Linken und Holm-Henning Freier von der SPD, die beide für den Bundestag kandidieren, haben ihre politischen Ziele erläutert. Am Stand der Gewerkschaften waren der DGB und verschiedene Einzelgewerkschaften auf die Fragen der Gäste eingestellt. Es ging unter anderem um die geplanten Gebühren für die Sozialgerichte, um Rentenfragen und anderes mehr. Bärbel Baumgarten informierte über die Tätigkeit von Gewerkschaften. Die seien in der Region nicht eben mitgliederstark. Was damit zu tun haben könnte, dass Mitarbeiter in Unternehmen Nachteile befürchten, wenn bekannt würde, dass sie in der Gewerkschaft sind.
Musik gab es vom Eggesiner Fanfarenzug und von der Luckower Schalmeien-
kapelle. Die SAV-Ringer stellten sich vor, und auch der Shanty-Chor Ahlbeck. Stets rund ging es am Glücksrad. Das ist vor etlichen Jahren bei der StEG, der einstigen Strukturentwicklungsgesellschaft, in Auftrag gegeben worden. Es ist sehr solide gebaut, erfüllt noch heute seinen Zweck und macht manchen Festbesucher zum Gewinner. Die Preise stammen von Sponsoren, unter anderem der „toys company“, die aber demnächst wohl dicht machen wird.