Das zarte Rotkehlchen mit seinem perlenden Gesang ist hier selbst im Unterholz typisch.
Das zarte Rotkehlchen mit seinem perlenden Gesang ist hier selbst im Unterholz typisch. Norbert Warmbier
Der bizarre Aurorafalter findet an den vielen Blühwundern gute Bedingungen.
Der bizarre Aurorafalter findet an den vielen Blühwundern gute Bedingungen. Norbert Warmbier
Der Buntspecht hat hier mit den Schadinsekten durch das Eschensterben reichlich zu tun.
Der Buntspecht hat hier mit den Schadinsekten durch das Eschensterben reichlich zu tun. Norbert Warmbier
Der hier häufige Waldhahnenfuss bildet wundervoll sonnenstrahlende Blütenköpfe.
Der hier häufige Waldhahnenfuss bildet wundervoll sonnenstrahlende Blütenköpfe. Norbert Warmbier
Die nordische Nachtigall, der Sprosser.
Die nordische Nachtigall, der Sprosser. Norbert Warmbier
Der Putzbau mit Haube, die Erbegräbnisstätte der adligen Familie von Enkehovt erstraht nach der Wende im neuen Glanz
Der Putzbau mit Haube, die Erbegräbnisstätte der adligen Familie von Enkehovt erstraht nach der Wende im neuen Glanz. Norbert Warmbier
Nach der Wende wurde das prunkvolle Schloss von 1847 aufwendig renoviert.
Nach der Wende wurde das prunkvolle Schloss von 1847 aufwendig renoviert. Norbert Warmbier
Ein Traum auf der Schlossinselbrücke soll in Erfüllung gehen, so ein Anwohner.
Ein Traum auf der Schlossinselbrücke soll in Erfüllung gehen, so ein Anwohner. Norbert Warmbier
Schönling Stieglitz, Deutschlands buntester Finkenvogel, hat hier eine sehr hohe Betandsdichte.
Schönling Stieglitz, Deutschlands buntester Finkenvogel, hat hier eine sehr hohe Betandsdichte. Norbert Warmbier
Im Waldpark leben drei Brutpaare Bachstelzen.
Im Waldpark leben drei Brutpaare Bachstelzen. Norbert Warmbier
Waldpark Vogelsang

Dieser Ort ist ein Schmuckkästchen der Natur

Dieses besondere Naturdenkmal zwischen Ueckermünde und Eggesin ist zwar in Privatbesitz, kann aber nach Anmeldung auf den ausgewiesenen Wegen betreten werden.
Vorpommern

Für viele ist die Region zwischen Ueckermünde und Eggesin mit der Heide und den Steppen- sowie den Kieferngebieten ein unendliches, recht eintöniges Wald- und Sandmeer. Danach kommt, sollte man dem besonders von vielen tausenden Soldaten zu DDR-Zeiten geprägten Spruch glauben, gar nichts mehr. Doch weit gefehlt, denn ein wahres Schmuckkästchen der Natur sind die Perlen im Naturpark „Am Stettiner Haff“, FND 007 „Waldpark Vogelsang“ und das GLB 010 „Bruch und Tongruben bei Vogelsang“.

Alte DDR-Schutzgebiete

Als FND bezeichnet der Fachmann ein „Flächenhaftes Naturdenkmal“ mit meist unter fünf Hektar Fläche oder hin und wieder etwas größer, so wie der nur einen Kilometer südlich vom Stettiner Haff gelegene Waldpark mit seinen 6,6 Hektar. Diese Flächen haben eine ähnliche Schutzqualität wie Naturschutzgebiete und gesetzlich geschützte Biotope. Flächennaturdenkmale, die aufgrund des Landeskulturgesetzes der DDR festgesetzt wurden, sind in das aktuell geltende Recht übergeleitet worden. Alle Handlungen die zu einer Beseitigung, Beschädigung oder Veränderung führen können, sind verboten. Die Verantwortung und Beaufsichtigung dieser Schutzflächen obliegt der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Vorpommern-Greifswald mit Sitz in Anklam.

Ähnlich sind die Verhältnisse im GLB dass „Geschützter Landschaftsbestandteil“ bedeutet. GLB und FND werden durch die Gemeinden oder den zuständigen Landkreis festgesetzt. Die erste Unterschutzstellung erfolgte bereits am 13.  Mai 1959 als Naturdenkmal – ND „Eibe“ und am 6. Oktober 1982 mit der geschützten Umgebung des Waldparks. Seinen Schutzzweck erfüllt dieser Biotop mit prunkvollen Stauden, wertvollen Gehölzen und einem überwältigenden Frühlingspanorama mit Winterlingen und Schneeglöckchen.

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Einladung zum „Waldbaden”

Die Einfachheit ist zu erkennen, indem das Glück in den allgemeinen Dingen liegt. Und sei es, einen Baum zu umarmen. Aber was für einen. Zum Beispiel eine dendrologische Kostbarkeit, also baumkundliche Grazie wie die Goldkiefer, die bis zu 60 Meter hoch wird. Ein Neubürger aus dem Westen Nordamerikas, der sich hier recht wohl fühlt. Dieser winterharte Nadelbaum ist ein wichtiger Holzlieferant in den USA.

Zum Verweilen laden aber auch die ostasiatischen Magnolien ein, denn die tollen Blüten versprühen ein Leuchtfeuer an Farben. Durch die vorbildliche Parkpflege finden sich auch urwüchsige Eiben und die Kaukasische Flügelnuss, die zum Waldbaden anregen. Die Waldflächen werden von Eschen dominiert. Diese sind durch das Eschentriebsterben bedroht, eine sehr gefährliche Baumkrankheit, die durch den aus Ostasien stammenden Schlauchpilz eingeschleppt wurde. Auf Deutsch heißt der totbringende Geselle recht friedlich nur „Falscher Weißer Stengelbecherling“. Hat der Pilz erst einmal zugeschlagen, kommen die Bunten Eschenbastkäfer als häufige Sekundärschädlinge und bringen den sonst starken, bis zu 40 Meter hohen Laubbaum zum Umfallen.

Vogelkonzerte am prunkvollen Schloss

In der Zeit von 1845 bis 1847 entstand ein prunkvoller Schlossneubau durch Eduard Friedrich von Enckevort. Nach der Wendesanierung ist dieser als Wohnraum vermietet.Überwältigend sind hier die Vogelkonzerte, denn von einem Standpunkt nahe dem Schlossteich aus beobachtet befanden sich jüngst bis zu 14 gefiederte Freunde im Sängerwettstreit. Am klangvollsten sangen hier die nordische Nachtigall, derSprosser und der wie eine Maus dahinschlüpfende Zaunkönig. Auf der Streuobstwiese wurden der Grünspecht sowie der rindenfarbige Wendehals entdeckt. Der Wendehals ist Deutschlands einzige Spechtart, die Zugvogel ist und bis nach Afrika fliegt. Heute ist das FND Waldpark in Privateigentum kann aber nach einer Anmeldung auf den Wegen betreten werden.

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Wer dem wundervollen Klang der Umwelt lauschen und dabei beim Anblick von Wildtieren, Adlern, Silberreihern und voller Blühfreude Stress abbauen möchte, kann bei einer geführten Naturwanderung Kraft tanken. Anmeldung unter 0151 56074311.

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