JAGDTROPHÄE

Dieses Prachtexemplar von Geweih ist Gold wert

Mehr als neun Kilogramm bringt die Jagdtrophäe von Michael Krüger auf die Waage. Kein Wunder, der erlegte Hirsch wog ja auch um die 200 Kilo.
Michael Krüger (Zweiter von rechts) ist stolz auf seine Jagdtrophäe, die gerade begutachtet wird.
Michael Krüger (Zweiter von rechts) ist stolz auf seine Jagdtrophäe, die gerade begutachtet wird. Katja Richter
Die riesige Holzkiste für das Geweih passt gerade so in den Pickup.
Die riesige Holzkiste für das Geweih passt gerade so in den Pickup. Katja Richter
Hier wurde mehrmals nachgemessen. Ergebnis: 103,7 Zentimeter.
Hier wurde mehrmals nachgemessen. Ergebnis: 103,7 Zentimeter. Katja Richter
9465 Gramm! Diese Trophäe macht Jäger Michael  Krüger aus Baden-Württemberg stolz.
9465 Gramm! Diese Trophäe macht Jäger Michael Krüger aus Baden-Württemberg stolz. Katja Richter
Torgelow.

Auf die Frage, ob das Geweih in der Adventszeit mit Weihnachtskugeln geschmückt wird, wie es in vielen Wohnzeitschriften vorgeschlagen wird, antwortet Michael Krüger kurz, knapp und schmunzelnd: „Da hat meine Frau ein Verbot.“ Ob sich die Gattin allerdings für immer daran halten wird, ist ungewiss. Fest steht aber: Sowohl die Ehefrau als auch die Kinder finden Papas Jagdtrophäe einfach super, und der wiederum ist richtig stolz.

Erst im vergangenem Jahr hat sich der in Baden-Württemberg lebende Firmeninhaber seinen Traum in Vorpommern erfüllt.„Ich wollte schon immer mal einen starken Hirsch schießen und bin durch einen Jagdfreund hierher gekommen“, berichtet der Hobbyjäger, der seinen Jagdschein seit mehr als 30 Jahren in der Tasche hat.

Der Hirsch wog um die 200 Kilo

Zusammen mit einem heimischen Jagdführer machte sich Krüger als Jagdgast vor fast genau einem Jahr auf den Weg ins Torgelower Revier und erlegte den riesigen Hirsch, der nach Schätzung des Jägers um die 200 Kilo gewogen haben muss.

Nun, ein Jahr später, zog es Krüger noch einmal nach Vorpommern, und das hatte einen ganz bestimmten Grund: Im Gepäck, besser gesagt: in einer extra hierfür angefertigten Holzkiste, verstaute der Unternehmer seine Trophäe und ließ es sich nicht nehmen, das gigantische Exemplar selbst zur Begutachtung nach Torgelow zu bringen.

„Wir vermessen alle Geweihe der im Jagdjahr in der Ueckermünder Heide gestreckten Hirsche“, erklärt Martin Kortmeyer vom Hegering Jädgemühl. Es gibt dafür sogar extra eine Vermessungskommission.

Er erklärt weiter, dass neben der Länge der Hauptstange und der Augsprosse auch der Umfang der Rosen gemessen wird. Dann folgen der untere und der obere Umfang der Stange, das Gewicht und die Zahl der Enden. Diese Ergebnisse werden mit festgesetzten Faktoren multipliziert, und am Ende kommt so eine Gesamtpunktzahl zustande, die für die jeweiligen Medaillen entscheidend ist.

Zwei Rothirsche und ein Damhirsch schafften Gold

Die Bewertungskommission hatte am Donnerstagabend alle Hände voll zu tun. Im großen Saal im Haus an der Schleuse wertete sie zwölf Rothirsche und zehn Damhirsche aus. Die Jagdtrophäen wurden vermessen, gewogen und bewertet. „Dies hätte eigentlich schon im Frühjahr stattfinden sollen, musste coronabedingt damals jedoch ausfallen“, erklärt Kortmeyer und ergänzt: „Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Ausstellung in diesem Jahr auch nicht öffentlich.“

Zwei Rothirsche und ein Damhirsch erhielten Gold, was bei einer Gesamtpunktzahl von mehr als 210 verliehen wird. Silber gibt es von 190 bis 210 Punkten und Bronze von 170 bis 190 Punkten.

„Eigentlich wollte ich das Geweih zum Vermessen hierher schicken. Hierfür wurde extra die Holzkiste angefertigt“, erzählt Michael Krüger, der sich freut, dass es letztendlich doch geklappt hat – und sein Exemplar mit einem Gewicht von stolzen 9465 Gramm die Goldmedaille errang und sein erlegter Hirsch mit 220 Punkten zum stärksten des Jagdjahres gekürt wurde.

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