UMZUG VON RETTUNGSWACHE

DRK-Retter haben neues Quartier bezogen

An ihrem alten Standort wollten die Mitarbeiter der DRK-Rettungswache nicht bleiben, nachdem sie sich dort vor rund einem Monat von einem Mann mit Motorsäge bedroht gefühlt hatten. Der Kreis hat deshalb Strafanzeigen erstattet und den Mietvertrag gekündigt.
Lutz Storbeck Lutz Storbeck
Derzeit ist die Rettungswache des DRK in einem Hinterseer Ferienhaus untergebracht. Ob auf Dauer ein anderer Standort gefunden wird, das hängt davon ab, was die aktuelle Bedarfsplanung ergeben wird.
Derzeit ist die Rettungswache des DRK in einem Hinterseer Ferienhaus untergebracht. Ob auf Dauer ein anderer Standort gefunden wird, das hängt davon ab, was die aktuelle Bedarfsplanung ergeben wird. Lutz Storbeck
Hintersee.

Es bleibt dabei: Nach dem Vorfall Ende Oktober in und an der Rettungswache in Hintersee, wird das DRK die Wache in einer anderen Immobilie weiterbetreiben. Seinerzeit hatten sich die Mitarbeiter des DRK von einem Mann mit einer Kettensäge bedroht gefühlt. Der Betroffene stellt den Sachverhalt ganz anders dar. Kreispressesprecher Achim Froitzheim stellte auf Anfrage klar, dass der Landkreis an seinem Entschluss festhält. Das DRK betreibt im Auftrag des Landkreises die Rettungswache.

„Wir haben in Hintersee für das DRK eine neue Bleibe gefunden und werden in Verhandlungen eintreten, um den dortigen Aufenthalt bis zur nächsten turnusgemäßen Überplanung der Standorte des Rettungsdienstes zu verlängern“, teilte Achim Froitzheim mit. Die Rettungswache ist übergangsweise in einem Ferienhaus untergebracht.

Mehrere Strafanzeigen erstattet

Das bedeutet: Die Rettungswache wird nicht zum alten Standort am Hinterseer Ortsausgang Richtung Glashütte zurückkehren. „Das ist definitiv so. Der Mietvertrag dort wurde gekündigt“, sagte Froitzheim. Damit ist die Angelegenheit jedoch nicht abgeschlossen. Denn nachdem die DRK-Mitarbeiter befragt worden sind, hat sich beim Landkreis der Verdacht erhärtet, dass es in dem Fall trotz gegenteiliger Beteuerungen doch Straftaten gegeben hat. Deshalb sind mehrere Strafanzeigen erstattet worden.

Sollte es zu Ermittlungen kommen, muss geklärt werden, was genau am Standort der DRK-Rettungswache in Hintersee passiert ist. Damals sei es, so sagen es Mitarbeiter der Rettungswache, zu einem Hausfriedensbruch und auch zu einer Attacke mit einer Kettensäge gekommen. Die DRK-Mitarbeiter hatten dies als einen Angriff gewertet und sich in ihrem Rettungswagen in Sicherheit gebracht. Die Polizei wurde informiert und hat den mutmaßlichen Angreifer in Gewahrsam genommen und letztlich in die Psychiatrie des Ueckermünder Ameos-Klinikums gebracht.

Beschuldigter: Wollte nur auf Müll hinweisen

Das stimmt so gar nicht, hatte der Beschuldigte den Darstellungen widersprochen, der tatsächlich an jenem besagten Tag mit einer laufenden Kettensäge hantiert hatte. Er habe die DRK-Mitarbeiter lediglich darauf aufmerksam machen wollen, ihren Unrat am Gebäude wegzuräumen. Dass er dabei alkoholisiert gewesen sei und zu viel Kaffee getrunken hatte, das gab der Mann zu. Allerdings habe er die Rettungswachen-Besatzung zu keinem Zeitpunkt angreifen wollen.

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