Unsere Themenseiten

:

Droht dem Asylbewerber jetzt die Abschiebung?

Der Messer-Vorfall an einer Bushaltestelle im Torgelower Stadtteil Spechtberg wird derzeit noch untersucht. Ein 38-jähriger Afghane war von der Polizei in Gewahrsam genommen worden.
Der Messer-Vorfall an einer Bushaltestelle im Torgelower Stadtteil Spechtberg wird derzeit noch untersucht. Ein 38-jähriger Afghane war von der Polizei in Gewahrsam genommen worden.
Andy Bünning

Was passierte genau in der Nacht zum Mittwoch, als ein verwirrter Afghane mit einem Messer durch Torgelow lief? Die Polizei ermittelt mit Hochdruck, die Sprachbarriere ist aber ein Problem.

Bei den Ermittlungen im Fall des Afghanen, der in der Nacht zum Mittwoch mit einem Messer durch Torgelow gelaufen war und auf Heckenpflanzen eingeschlagen hatte, sind die Behörden noch zu keinem schlüssigen Ergebnis gekommen. "Die Vernehmungen sind angelaufen. Es gestaltet sich aber schwer, weil immer ein Dolmetscher benötigt wird", sagte Carolin Radloff, Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg. Hinzu komme, dass es inzwischen weitere Zeugen des Vorfalls gebe, bei denen es sich ebenfalls um Flüchtlinge handele.

Was passiert jetzt?

Nach Angaben des Landkreises Vorpommern-Greifswald ist der 38-jährige Mann aus Afghanistan ein Asylbewerber. "Er befindet sich im laufenden Asylverfahren, über den Asylantrag wurde noch nicht entschieden“, sagte Landkreissprecherin Anke Radlof. Ob dem 38-Jährigen nun die sofortige Abschiebung drohe oder ob der Vorfall Einfluss auf das Asylverfahren haben könnte, dazu wollte sich der Landkreis am Freitag nicht äußern.

Der offenbar verwirrte Afghane wurde aufgrund des Verdachts einer psychischen Erkrankung in die psychiatrische Klinik eingewiesen.

Kommentare (2)

und schon wird wieder auf psychisch erkrankt gemacht und die abschiebung ist aufgehoben. bäh

Aufgabe des LK wäre es jetzt,dass Asylverfahren zu beschleunigen sodass bei einer Ablehnung eine sofortige Abschiebung erfolgen muss. Es ist auch in diesen Verfahren ein großer Fehler,dass der Gesetzgeber den abgelehnten Asylbewerber Rechtsschutz auf Kosten der Steuerzahler gewährt.