ELEKTRO-MOBILITÄT

E-Zapfsäulen am Haff kaum genutzt

In Altwarp und Ueckermünde waren in der Sommer-Saison die Elektro-Zapfsäulen nicht der Renner. Die Auslastung sei „nicht zufriedenstellend”, heißt es.
Holger Schacht Holger Schacht
Am 17. Mai dieses Jahres war die E-Zapfsäule am Hafen in Altwarp eingeweiht worden.  Seitdem ist sie selten genutzt worde
Am 17. Mai dieses Jahres war die E-Zapfsäule am Hafen in Altwarp eingeweiht worden. Seitdem ist sie selten genutzt worden. Holger Schacht
Altwarp.

133 240 Euro EU-Fördermittel wurde für sie aus dem Fonds der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG) „Stettiner Haff“ lockergemacht, doch nach der feierlichen Einweihung der hochmodernen Elektro-Zapfsäule am Hafen in Altwarp folgte in den Saison-Monaten die Ernüchterung: E-Bikes, Boote und Autos können dort aufgeladen werden, doch das Interesse ist übersichtlich. „Die Auslastung ist nicht zufriedenstellend. Schätzungsweise zwei bis drei Autos pro Woche sind dort gesichtet worden“, sagt Altwarps Bürgermeisterin Inge Bocklage.

„Hoffentlich wird es in den nächsten Jahren besser”

Die Gemeinde dürfe fünf Jahre lang keine finanziellen Einnahmen aus der Anlage erzielen. Dennoch müsse Aufwand betrieben werden: „Die Ausgaben für die Unterhaltung der Ladestation beschränken sich auf die Reinigung der Überdachung. Durch zahlreiche Möwen, die dort verweilen, sind diese ziemlich verdreckt und müssen von den Gemeindearbeitern gereinigt werden. Die Kosten dafür sich sind aber überschaubar.“ Zusammenfassend hofft die Bürgermeisterin, dass es „in den nächsten Jahren“ mit der Auslastung „besser“ werde.

Einnahmen decken noch nicht mal die Kosten

Ähnlich beurteilt Ueckermündes Stadtsprecher Sven Behnke die Lage zur E-Zapfsäule neben der Touristik-Information in Ueckermünde: „Laut Förderantrag ist kein Gewinn zu erwirtschaften mit der Ladesäule, wünschenswert ist es jedoch, die laufenden Kosten durch die Einnahmen zu decken. Dies ist im Moment noch nicht der Fall. Dennoch sind wir froh, dieses Angebot machen zu können.“ Von Mai bis Ende September dieses Jahres stehen durch Aufladungen 74,04 Euro brutto auf der Habenseite. Die Ausgaben für Abrechnung, Wartung und Notfallservice beliefen sich von Dezember 2018 bis Juli 2019 auf 308,54 Euro.

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Kommentare (1)

Klar. Die Leute brennen darauf sich endlich ein E-Auto zum überteuerten Preis zu kaufen um dann unendliche Wege im Landkreis zurück zu legen nur um das Auto dann aufzuladen.