UNFALL IN EGGESIN

Ehefrau und drei Kinder bangen um Marcin M.

In Eggesin wird nach dem Zug-Auto-Crash Kritik an Triebwagenfahrern der Bahn laut: Die „Regios“ seien oftmals viel zu schnell und unachtsam unterwegs.
Holger Schacht Holger Schacht
Christopher Niemann Christopher Niemann
Der Fahrer dieses Pkw wurde schwer verletzt, als sein Auto mit einem Zug kollidierte.
Der Fahrer dieses Pkw wurde schwer verletzt, als sein Auto mit einem Zug kollidierte. Christopher Niemann
Eggesin.

Nach dem Crash eines Regionalexpresses mit einem Familien-Van in Eggesin bangen die Ehefrau und drei Kinder um Marcin M. (32) aus Ramin. Der Mann hatte am Donnerstag gegen 16.45 Uhr am unbeschrankten Bahnübergang in der Pasewalker Straße den herannahenden Zug Richtung Ueckermünde übersehen. Dabei wurde der Pole schwer am Kopf verletzt, musste mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 47“ in die Uni-Klinik Greifswald geflogen werden (der Nordkurier berichtete).

Kurz zuvor war Marcin M. bei der Lackiererei Ehrke mit dem Auto losgefahren. Die liegt in der Nähe des Unfallortes. Sein Chef Mirko Ehrke: „Marcin war erst seit Montag als Praktikant bei uns. Er ist ein Super-Lackierer, lernte den Beruf schon als Kind von seinem Vater.“ Ehrke glaubt, dass der Zug möglicherweise viel zu schnell unterwegs war: „Ich weiß von vielen Beschwerden, wonach die Zugführer Tempo 30 in Eggesin nicht einhalten sollen und an den unbeschrankten Bahnübergängen auch nicht immer hupen.“

Touristen-Beschwerden über fehlende Ersatzbusse

Der Triebwagen kam etwa 250 Meter nach dem Bahnübergang zum Stehen. Die acht Reisenden und die drei Bahnmitarbeiter aus dem Zug blieben unverletzt. Am Auto entstand Totalschaden. Die Wucht der Kollision war so stark, dass der Motorblock aus dem Fahrzeug geschleudert wurde.

Nach dem Unfall blieb die Bahnstrecke Pasewalk-Ueckermünde bis Freitagmittag gesperrt. Laut Bundespolizei mussten Bahn-Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen zunächst die Unversehrtheit der Gleise prüfen. Der erste Zug vom Haff in Richtung Süden fuhr um 13 Uhr im Bahnhof Ueckermünde Stadthafen los. Touristen beschwerten sich in Ueckermünde, dass die Bahn für die am Freitag ausgefallenen Verbindungen keine Ersatzbusse bereit stellte.

zur Homepage

Kommentare (3)

Ohha, ist da mal wieder ein Hobbybahnexperte am Werk gewesen? Der gute Herr Ehrke hat aber ein paar kleine Denkfehler in seinem Statement, das übrigens völlig einseitig und subjektiv hier berichtet wurde. Bei uns fahren Lokführer die Züge, keine Zugführer, die kontrollieren nämlich die Fahrkarten der Reisenden, Züge pfeifen und hupen nicht, und drittens woher will der Lackierereichef überhaupt wissen, wie schnell oder langsam der Zug war? Hat er eine Radaranlage vor dem Bahnübergang aufgebaut? Jedoch ganz aus dem Kontext des Bahnhaters Ehrke ist die Tatsache, das er völlig verschweigt, das sich am Bahnübergang ein Andreaskreuz befindet, was besagt das? Sicher nicht das die Gemeinde bzw. Bahn zu viel Geld übrig hat und mit Blech die Gegend schmücken will, sondern: Dem Zeichen 201 der StVO folgt eindeutig: "Dem Schienenverkehr ist Vorrang zu gewähren. Ebenso bedeutet das Zeichen, das man besondere Vorsicht walten lassen muß beim Überqueren der Gleise, ob dies der Fall war, vermag nur die Staatsanwaltschaft bzw. der Gutachten zu klären. Die Aussage des Hern Ehrke der sich offenbar wichtig nehmen wollte, offenbar so ein typischer Bahnhasser ist, sind jedenfalls nicht geignet für eine sachliche Berichterstattung des Unfalls betreffend. Freilich wünscht man sich solche Unfälle nicht und ich hoffe dem Unfallopfer wird vollständig genesen, aber das Kommentar des Herrn Ehrke hätte man sich absolut sparen können, ist es von Unwissentheit, Unsachlichkeit und Subjektivität geprägt.

Sehr geehrter Herr Anonymus.
Ich muss Ihnen leider mitteilen, das ich kein Bahnexperte bin und absolut kein "Bahnhater".
Obwohl ich den Zeitungsartikel nicht verfasst habe, sondern lediglich über ein Anruf interviewt wurde, möchte ich mich bei Ihnen trotzdem für meine Unwissenheit entschuldigen, weil ich eine hupende Bahn nicht von einer pfeifenden unterscheiden konnte. Auch dafür das ich nicht wusste was ein Schaffner, Lokführer, Zugführer und was es sonst noch so gibt..... zumal diese Kenntnisse nichts mit dem eigentlichen Problem zu tun haben.
Zu "unserer Radaranlage" ich weiß aus eigener Erfahrung das ein Zug der mit ca. 30 km/h bei einer normalen Bremsung ziemlich Zugmittig auf dem Übergang zu stehen kommt... Ja auch ich habe mal gedöst und wurde vom hupen bzw. fachlich heißt es ja pfeifen gezwungen gaaanz schnell den Rückwärtsgang zu benutzen. Warum kam die Bahn diesmal erst nach 250 Meter bei einer Vollbremsung zum Stehen?
Es geht auch nicht darum der DB den schwarzen Peter zuzuschieben. Aber nach meiner persönlichen Meinung sind sie nicht ganz frei von Schuld. Diese Aussage von mir ist aber nicht recht bindend.
Gerne können wir uns in einem persönlichen Gespräch gesittet und konstruktiv hier vor Ort unterhalten. Ich lade Sie gerne auf ein Kaffee ein.

Mfg Mirko Ehrke

Es ist schon echt eine Frechheit, wenn man vom Thema keine Ahnung hat und trotzdem solch eine Behauptung "einige Tf halten sich nicht an die Geschwindigkeit..." stellt. Schlimmer ist jedoch, dass der Nordkurier sowas ohne es zu prüfen einfach veröffentlicht. Auch Ihre Entschuldigung vom 21. Mai enthält schonwieder falsche Behauptungen, Sie haben also nichts dazugelernt! Denn kein Zug mit Fahrziel Ückermünde befährt den betroffenen Bahnübergang (Bü), welcher in die Rubrik Feld- und Waldweg mit mäßigem Verkehr gehört, mit 30 km/h. Zulässige Geschwindigkeit aus Richtung Ückermünde sind 40 km/h (fehlende Übersicht auf die Bahnstrecke) und aus Richtung Pasewalk 80 km/h (Übersicht auf die Bahnstrecke). Der Zug war in Richtung Ückermünde unterwegs, somit war die zul. Geschwindigkeit 80 km/h! Warum dies so ist entnehmen Sie bitte der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) § 11 (https://www.gesetze-im-internet.de/ebo/). Die DB, in dem Fall die DB Netz Ag, ist nicht für diese Regeln zuständig, sondern das Eisenbahn- Bundesamt (EBA > https://www.eba.bund.de/DE/home_node.html). Die DB Netz Ag führt/setzt lediglich die ihr vom EBA auferlegten Regeln und Bestimmungen durch. Die Strecke wurde auch mal so wie sie ist vom EBA abgenommen, bei Neuerungen/Änderungen bedarf es erneut einer Zulassung durch das EBA. Wenn Sie sich also schon beschweren, dann bitteschön auch an der richtigen Stelle.

Mit freundlichen Grüßen von einem der "Raser", die den Bü regelmäßig mit bis zu 80 km/h befahren

PS: wer in dem Kommentar ein Hauch von Ironie findet darf sie gratis behalten