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Konkurrenz für das Haff-Center

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Ein weiterer Supermarkt für Ueckermünde

Die Brache an der Belliner Straße in Ueckermünde.
Die Brache an der Belliner Straße in Ueckermünde.
Holger Schacht

Nach mehreren Jahren des Stillstand soll in den nächsten Tagen mit dem Bau des Netto Marken Discounts an der Belliner Straße in Ueckermünde begonnen werden. Der Investor hat einen ambitionierten Zeitplan. Noch vor Weihnachten soll alles fertig sein.

Das Unkraut wächst und wächst, Anwohner in Ueckermünde Ost und tausende Autofahrer, die täglich am Grundstück an der Belliner Straße vorbeifahren, wundern sich über Zustand des Geländes und den seltsamen Stillstand. Denn eigentlich solllte hier seit Juni mit dem Bau des neuen Netto Marken Discounts begonnen werden. Projektentwickler Frank Wichmann vom Investor „Terraplan” aus Seehausen (Sachsen-Anhalt) bedauert die Verzögerung: „Die Baugenehmigung vom Landkreis liegt uns erst seit 14 Tagen vor. In den nächsten Tagen werden die Bauschilder aufgestellt, in zwei Wochen rücken die Baufahrzeuge an.”

Auf die Bauleute kommt viel Arbeit zu. Der Netto Marken Discount wird auf dem 6600-Quadratmeter-Grundstück 1500 Quadratmeter groß, die Verkaufsfläche beträgt 1100 Quadratmeter, aus dem Rest entstehen Lager und Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter. Geplant sind zudem 80 Stellplätze für Autos. Der Zeitlpan ist ambitioniert. Projektentwickler Wichmann: „Wir wollen noch vor den Weihnachtstagen fertig werden.”

Konkurrenz für das Haff-Center

Damit dürfte der Kampf ums in der Nachbarschaft gelegene Haff-Center immer schwerer werden. Center-Eigentümer Horant Elgeti von der Deutschen Konsum Reit-AG hatte dem Bauausschuss der Stadt Anfang Juni erfolglos seine Pläne für die „Revitalisierung” der maroden Immobilie, deren Sanierung und Umbau vorgestellt. Die Investitionen machte er vom Stopp des Baus des Netto Marken Discounts abhängig, weil laut Einzelhandelsstudie „Ueckermünde Ost keinen zusätzlichen Discounter” vertrage. Im Haff-Center gibt es den Nahkauf von Andreas Vieweg, der mit der Konkurrenz vor der Tür nach eigenen Angaben keinen längeren Mietvertrag mehr unterschreiben werde. Kliewe damals im Bauausschuss: „Es ist unmöglich für die Stadt, aus den Netto-Verträgen rauszukommen”.