Brand zerstört Kinderzimmer
Eine Familie im Schockzustand

Sohn Stephan (links) und Vater René Kühn sind immer noch geschockt.
Sohn Stephan (links) und Vater René Kühn sind immer noch geschockt.
Christopher Niemann

Familie Kühn weiß, wie es sich anfühlt, wenn es in den eigenen vier Wänden brennt. Vor 17 Jahren erlebten sie es im Wolgaster Ortsteil Hohendorf. Am Dienstagabend wiederholten sich die Ereignisse für die Kühns in Blumenthal.

Auch zwei Tage danach sitzt der Schock immer noch tief bei der Familie Kühn aus Blumenthal. „Mit so etwas rechnet man ja nicht“, sagt Sohn Stephan Kühn. Die jüngste Tochter, elf Jahre alt, hatte gerade auf dem Hof gespielt, als sie das Feuer in dem Einfamilienhaus bemerkte. „Sie kam zu mir und sagte, dass hier etwas nicht stimmt“, erzählt Papa René Kühn.

Durch den Brand wurde das Kinderzimmer der Tochter vollkommen zerstört. Glücklicherweise blieb es bei einem Sachschaden in Höhe von in etwa 15 000 Euro, die Familienmitglieder kamen mit einem Schrecken davon. „Wir waren zum Glück alle in einem anderen Bereich des Hauses“, sagt René Kühn, der zunächst noch versucht hat, den Brand alleine zu löschen: „Nach drei Eimern Wasser war es vorbei.“

Es war wohl eine Verpuffung des Ofens

Erst die Freiwilligen Feuerwehren aus der Region konnten das Feuer löschen. „Das war schon ein riesiges Aufgebot“, sagt René Kühn. Er geht davon aus, dass eine Verpuffung des Kaminofens das Feuer entfachte. Der Kriminaldauerdienst ermittelt zur Brandursache: Die Polizei geht von einer fahrlässigen Brandstiftung aus.

Dabei erlebten die Kühns, die seit 2003 in Blumenthal wohnen, ein kleines Déjà-vu. „Es kam alles wieder hoch“, sagt René Kühn. Als die Familie im Jahr 2002 noch im Wolgaster Ortsteil Hohendorf wohnte, musste sie schon einmal einen Brand in den eigenen vier Wänden mit ansehen. „Damals war es noch schlimmer – mitten in der Nacht. Durch den Rauchgeruch in der Nase hatten wir das erst mitbekommen“, sagt René Kühn.

Nun, 17 Jahre später, wiederholten sich die Ereignisse in Blumenthal. Immerhin über mangelnde Hilfe konnte sich die Familie in den ersten Stunden und Tagen nach dem Schock nicht beschweren. „Freunde, Familie, die Feuerwehr, das Jugendamt und der Bürgermeister Gerd Hamm haben sofort Hilfe angeboten“, sagt ein dankbarer René Kühn.