Mobile Elektroheizer bringen rasch Wärme in kühle Räume. Doch sie verbrauchen auch viel Strom.
Mobile Elektroheizer bringen rasch Wärme in kühle Räume. Doch sie verbrauchen auch viel Strom. Andrea Warnecke
Heizkosten

Elektroheizungen heiß begehrt – doch spart man damit wirklich?

Wärme über den Stromanschluss? Der Verband Deutscher Wohnungsunternehmen warnt vor scheinbar günstiger Lösung.
Ueckermünde

Die sozialen Vermieter Norddeutschlands haben ihre Mieterinnen und Mieter aufgefordert, angesichts steigender Heizkosten nicht unüberlegt auf Elektroheizungen und insbesondere Heizlüfter umzusteigen. „Elektroheizungen wärmen die Wohnung, ‚verbrennen‘ dabei aber auch viel Geld – unter dem Strich dürfte das die Haushaltskasse nicht wirklich entlasten“, sagt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW).

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Doch ungeachtet solcher Warnungen werden auch am Haff vermehrt Elektroheizungen und Heißlüfter gekauft. Das bestätigt Marcel Mietzner, Leiter des Ueckermünder EGN-Baumarkt. „Wir hätten dreimal so viel Geräte verkaufen können wie vorrätig waren, wir kamen mit der Nachbeschaffung kaum hinterher.“

Nur eine Notlösung sein

Offenbar hoffen Menschen, mit Hilfe von Elektroheizungen den Preissteigerungen beim Gas aus dem Weg gehen zu können. Doch das Heizen mit Strom ist bei den aktuellen Preisen rund drei Mal so teuer wie das Heizen mit Gas. Andreas Breitner vom Verband der Wohnungsunternehmen: „Heizlüfter, Konvektoren und Radiatoren scheinen auf den ersten Blick eine günstige Lösung zu sein – zumindest in der Anschaffung."

Doch das dicke Ende komme dann mit der Stromrechnung. "Es ist davon auszugehen, dass auch die Stromlieferanten demnächst ihre Preise erhöhen werden.“ Deshalb sollte Heizen mit Elektrogeräten nur eine Notlösung sein, beispielsweise, wenn die Gasheizung ausgefallen und rasch eine Notheizung unverzichtbar ist.

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