KAISERKANAL

Erfolgreiche Bomben-Bergung im Stettiner Haff

Im Stettiner Haff wurden zwei Bomben mit insgesamt 505 Kilogramm Sprengstoff geborgen. Das Gewässer war mehrere Stunden für die Schifffahrt sowie für Wassersportler, Fischer und Angler gesperrt.
dpa
Altwarp am Stettiner Haff.
Altwarp am Stettiner Haff. Nordkurier/Archiv
Neuwarp.

Zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg sind am Montag erfolgreich aus dem Stettiner Haff geborgen worden. Für die Aktion war das deutsch-polnische Gewässer für die Schifffahrt sowie für Wassersportler, Fischer und Angler am frühen Morgen gesperrt worden.

Auf polnischer Seite bargen Experten am Südausgang des Kaiserkanals, nördlich der Orte Altwarp und Neuwarp (Nowe Warpno), eine britische Luft-See-Mine und eine deutsche Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Rund vier Stunden nach Beginn konnte das Seegebiet am Vormittag wieder freigegeben werden, wie ein Sprecher des Landkreises Vorpommern-Greifswald mitteilte.

505 Kilo Sprengstoff

Bei den Kampfmitteln handelte es sich um eine 2,70 Meter lange britische Luft-See-Mine mit 400 Kilogramm Sprengstoff und eine kleinere deutsche Bombe mit 105 Kilogramm Sprengstoff. Die Spezialisten verluden die Kampfmittel auf Schiffe der polnischen Marine. Anschließend wurden sie über den Kaiserkanal zu einem Übungsgebiet der polnischen Marine in der Ostsee gebracht, um sie dort zu sprengen.

Vor vier Wochen war bereits an gleicher Stelle eine Weltkriegsbombe geborgen worden. Nach Angaben der polnischen Behörden wurde die etwa 750 Kilogramm schwere Bombe aus rund sechs Metern Tiefe unweit vom Kaiserkanal gehoben.

Das Stettiner Haff ist mit rund 680 Quadratkilometern etwas größer als der Bodensee. Seit 1945 ist es in einen deutschen und einen polnischen Abschnitt geteilt.

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