TODESFALL IN TORGELOW

Ermittler machen im Fall Leonie Druck

Polizei und Staatsanwaltschaft arbeiten seit Wochen an der Aufklärung des Todes der kleinen Leonie. Mutter und Stiefvater stehen im Fokus.
Andreas Becker Andreas Becker
Kerzen und Plüschtiere standen nach dem Tod des Mädchens vor der Wohnung.
Kerzen und Plüschtiere standen nach dem Tod des Mädchens vor der Wohnung. Bernd Wüstneck
Torgelow.

Offiziell halten sich die Ermittler mit öffentlichen Aussagen zurück – die Ermittlungsarbeit im Mordfall Leonie hat aus verständlichen Gründen oberste Priorität. Allerdings ist aus Kreisen des Polizeipräsidiums Neubrandenburg und der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg durchaus eine Nuance Zuversicht zu vernehmen, dass man bei der Aufklärungsarbeit vorankomme. Obwohl das rechtsmedizinische Gutachten zur Feststellung der Todesursache des kleinen Mädchens noch nicht vorliegt, haben die Ermittler die Geschehnisse inzwischen weiter rekonstruiert.

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Am Abend des 12. Januars hatte David H., der 27-jährige Lebensgefährte der Mutter des Mädchens, Rettungskräfte in die gemeinsame Wohnung nach Torgelow gerufen und anschließend versucht, den Sanitätern zu versichern, dass Leonie an einem Treppensturz gestorben sei. Da die Verletzungen Leonies aber nicht deckungsgleich mit denen eines Treppensturzes waren, hatten die Rettungskräfte die Polizei informiert.

Wenig später hatten die Ermittler gegen David H. den Vorwurf „Mord durch Unterlassen“ erhoben. Unmittelbar nach seiner Festnahme hatte der Stiefvater den Tatvorwurf bestritten. Doch nicht nur der in Untersuchungshaft sitzende David H. wird von der Staatsanwaltschaft schwer belastet, auch die Mutter von Leonie ist ins Visier geraten. Gegen sie wird aufgrund des Vorwurfs der „fahrlässigen Tötung durch unterlassen“ ermittelt. Leonies Mutter ist mit ihrem kleinen Baby seit zehn Wochen in einer betreuten Einrichtung untergebracht.

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