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Ermittlungen gegen Spendensammler im Fall Leonie eingestellt

Wegen des Verdachts auf Betrug wurde gegen einen Mann ermittelt, der eine Spendenaktion initiierte. Doch es konnte keine Straftat nachgewiesen werden.
Das Schreiben der Staatsanwaltschaft Lüneburg an Ronny L.
Das Schreiben der Staatsanwaltschaft Lüneburg an Ronny L.
Torgelow.

Die mysteriöse Spendenaktion von Ronny L. (28) für die gewaltsam in Torgelow zu Tode gekommene Leonie hat kein juristisches Nachspiel. Ronny L. erhielt von der Staatsanwaltschaft einen Brief, dass die vor sechs Wochen gegen ihn eingeleiteten Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges eingestellt seien. Polizeisprecher Jörg-Peter Käding von der Polizeiinspektion Anklam bestätigt: „Erst wenn es neue Erkenntnisse über den Sachverhalt gibt, könnten die Ermittlungen wieder aufgenommen werden.“

Ronny L., der aus Mecklenburg-Vorpommern stammt und in Lüneburg (Niedersachsen) wohnt, sagt dazu: „Ich bin froh über die Entscheidung der Staatsanwaltschaft und habe damit auch gerechnet. Es war niemals ein Betrug geplant. Meine Freundin und ich hatten die Spendenaktion aus Betroffenheit über die Tat gestartet.“

Spendenaktion brachte mehr als 13.000 Euro ein

„Offizielle Spendenseite für Leonie“ war auf Seite zu lesen, die Ronny L. auf der Internetplattform Facebook als Privatperson hochgeladen und unter falschem Administrator-Namen eingerichtet hatte. Verwiesen wurde auf sein Konto beim Online-Bezahldienst Paypal, auf dem nach Nordkurier-Informationen mehrere tausend Euro eingingen.

Das Geld sollte Ende Januar ans Spendenkonto für die gemeinsame Leonie-Aktion des Radiosenders Ostseewelle und dem Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) fließen. Doch dort kam es nicht an, weil Paypal das Konto von Ronny L. eingefroren hatte. Später ist das Geld von Paypal dann an die Spender zurücküberwiesen worden.

Zu einem großen Erfolg wurde die Spendenaktion von Ostseewelle und DKSB. Dort gingen mehr als 13.000 Euro ein. Ostseewelle-Reporter Alexander Stuth: „Mit dem Geld konnten wir unter anderem Leonies Beerdigung in Wolgast bezahlen.“ Zudem konnte die dreiwöchige Vater-Kind-Kur von Leonies Bruder Noah Joel (2) mit Papa Oliver E. finanziert werden. Beide kehrten erst vor kurzem nach Wolgast zurück.

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