Fährbetrieb übers Stettiner Haff

Fähr-Studie soll bis Oktober vorliegen

Eine Rostocker Firma hat den Auftrag für eine Machbarkeitsstudie zur Fährverbindung zwischen Ueckermünde und Usedom erhalten. Unter anderem geht es darum, Aussagen zu Verkehrsströmen zu erhalten und auch zu prüfen, welche Infrastruktur gebraucht wird.

Das Fährprojekt zwischen Ueckermünde und Usedom ist bislang eine Vision, eine Idee. Nun sollen Fachleute herausbekommen, ob sich so eine Fährverbindung überhaupt machen lässt. Etwa 36 000 Euro kostet diese Studie. Knapp 6000 Euro zahlt Ueckermünde aus der Stadtkasse – und bekommt einen Landeszuschuss. Schwerin hat Finanzhilfe zugesagt, der Parlamentarische Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) hat gemeinsam mit Energieminister Christian Pegel (SPD) vor wenigen Tagen auch das Papier dazu an Ueckermündes Vize-Bürgermeister Jürgen Kliewe übergeben. Ganz zünftig sogar, denn die Politiker waren in einem Segelboot in den Berndshofer Industriehafen geschippert. Was passend war, denn von dort aus könnte, so die bisherigen Überlegungen, womöglich die Fähre zur Ferieninsel Usedom starten.

Machbarkeitsstudie und Potenzial-Analyse sind nach Auskunft aus dem Ueckermünder Rathaus bereits vorfristig gestartet worden. Was unter anderem bedeutet, dass die Leistungen dazu schon ausgeschrieben worden sind. Nach Sichtung der Unterlagen stand fest: Die Rostocker Firma Neptun Ship Design hat das beste Angebot abgegeben und deshalb den Zuschlag für die Studie erhalten.

Touristiker erhoffen sich positive Effekte

Die Rostocker werden also bis zum Herbst die Möglichkeit eines dauerhaften Fährbetriebes über das Stettiner Haff bis zur südlichen Insel Usedom untersuchen. Umweltfreundlich soll das werden, denn nach bisherigen Vorstellungen sollen Fähren mit elektrischem Antrieb eingesetzt werden, die in der Lage sind, auch Autos aufzunehmen. „Bis Mitte Oktober 2018 soll das Ergebnis auf dem Tisch liegen“, sagt Vize-Bürgermeister Kliewe.

Was wichtig wäre. Denn Ziel der Fährverbindung ist es unter anderem, den abfließenden Verkehr von der Insel Usedom mit seinen Nadelöhren in Wolgast und Zecherin zu entlasten. Was die Tourismusbranche in der Ueckermünder Region angeht, versprechen sich die Ueckermünder ebenfalls positive Effekte. „Urlauber der Insel Usedom könnten per Fähre in die Region des südlichen Stettiner Haffs kommen und zum Beispiel den Tierpark Ueckermünde, das Ukranenland Torgelow, die Forstsamendarre Jatznick, den Botanischen Garten Christiansberg oder die Pommernkogge im Ueckermünder Stadthafen für sich entdecken“, sagt Jürgen Kliewe.

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Lutz Storbeck

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