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Betrüger unterwegs

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Falsche Zirkus-Leute betteln um Spenden

Hier geht‘s rein ins geöffnete Zelt vom „Zirkus Alamos“, der gerade nicht auf Tour ist. Er hat im Heimatsitz Wredenhagen (Mecklenburgische Seenplatte)  Quartier bezogen. Mittlerweile existiert der Zirkus in sechster Generation. Wann die Zirkusleute wieder unterwegs sind, ist noch unklar. 
Hier geht‘s rein ins geöffnete Zelt vom „Zirkus Alamos“, der gerade nicht auf Tour ist. Er hat im Heimatsitz Wredenhagen (Mecklenburgische Seenplatte) Quartier bezogen. Mittlerweile existiert der Zirkus in sechster Generation. Wann die Zirkusleute wieder unterwegs sind, ist noch unklar.
Malte Schindel

Die Inhaber des „Zirkus Alamos“, Christine und Stefan Zinnecker, sind empört. In ihrem Namen betteln in der Region falsche Zirkus-Mitarbeiter um Spenden für hungernde Tiere.

Vorsicht, Abzocke! In Vorpommern sind gerade Spenden-Betrüger unterwegs, die auf die Herzen der Menschen für Tiere setzen. Sie betteln um Geld für den „Zirkus Alamos“, damit der wieder Geld fürs Futter habe. In Ueckermünde trat einer von ihnen mit silberner Blechbüchse samt „Zirkus Alamos“-Aufkleber auf und behauptete: „Zu unseren ersten Vorstellungen in Torgelow kam kein einziger Zuschauer, alles leer. Wenn wir nichts einsammeln, verhungern unsere Pferde, Lamas und Alpakas.“

Der Mann ist etwa 50 Jahre alt, 1,70 Meter groß, schlank, trug kurze dunkle Haare und sprach im Vorpommern-Dialekt. Das Geld, so der Mann, sei nur zur Überbrückung finanzieller Engpässe: „Demnächst ziehen wir weiter Richtung Pasewalk, Prenzlau und Berlin.“ Alles gelogen! Der „Zirkus Alamos“ hat seine Zelte in Torgelow gar nicht aufgeschlagen.

Das ist nicht der erste Vorfall

Zirkus-Inhaber Christine und Stefan Zinnecker sind empört: „Wir sind im Moment in unserem Heimatsitz in Wredenhagen und nicht auf Tour. Wir distanzieren uns von den Betrügern.“

„Zirkus Alamos“ scheinen die Gauner besonders im Visier zu haben. Bereits in den Wintern der Jahre 2015 und 2016 waren sie in Röbel aufgefallen. Die Zinneckers erhielten plötzlich Anrufe von Geschäftsleuten, die sich erkundigten, wann die für den Zirkus bereit gestellten Futterspenden abgeholt würden. Chistine Zinnecker: „Wir sind damals aus allen Wolken gefallen.“

Polizeisprecher Axel Falkenberg warnt: „Schwarze Schafe haben wir genug. Jeder sollte genau überlegen, wofür er seine Euros gibt, den Sammlern gezielt Fragen stellen. Durch die Verwurzelung vor Ort dürfte allgemein bekannt sein, wer bedürftig ist und Hilfe braucht.“